Schweizer Detailhandel entdeckt die «Stille Stunde»
Einkaufen ohne Reizüberflutung: Immer mehr hiesige Detailhändler führen das Konzept der «Stillen Stunde» ein, um ein stressfreies Einkaufen zu ermöglichen.
Grelle Neonlichter, laute Musik aus Lautsprechern, ratternde Hubwagen: Für Menschen im Autismus-Spektrum oder mit hoher Reizempfindlichkeit wird das Einkaufen schnell zur Belastungsprobe. Doch im Schweizer Detailhandel tut sich etwas. Immer mehr Unternehmen führen die «Stille Stunde» ein. Neu setzt etwa Ikea dieses Konzept in allen Schweizer Filialen um.
Kunden werden nicht aktiv angesprochen
Wie der Möbelriese sagt, will man damit ein stressfreies und inklusives Einkaufserlebnis schaffen. Jeden Dienstag von 15 Uhr bis eine halbe Stunde vor Ladenschluss bleibt die Hintergrundmusik aus, Durchsagen beschränken sich auf sicherheitsrelevante Informationen. Zusätzlich richtet Ikea Ruhezonen mit Sitzgelegenheiten ein und schult das Personal im Umgang mit neurodiversen Kunden. Während der «Stillen Stunde» sprechen Mitarbeitende die Kundschaft nicht aktiv an, um niemanden zu überfordern.