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Rating 2024

Maerki Baumann & Co. gewinnt das Private-Banking-Rating

Zum 16.โ€‰Mal hat BILANZ im Mystery Shopping das beste Angebot im Schweizer Private Banking gefunden.

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Die Gesamtsieger: Maerki Baumann. Suse Heinz fรผr BILANZ

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Die ersten Biolรคden machten in den 1970er Jahren auf. In den folgenden Jahrzehnten erlebte nachhaltige Landwirtschaft einen Boom. Inzwischen sind Bioprodukte aus den Supermarktregalen nicht mehr wegzudenken. Der Hauptdarsteller des diesjรคhrigen BILANZ-Private-Banking-Ratings setzte frรผh auf biodynamische Produkte โ€“ und profitierte. Im Vorjahr verkaufte der Unternehmer sein Lebenswerk, und nun sitzt der 70-Jรคhrige auf einem Berg von Geld. Der Deutsche mit Schweizer Pass hat seinen Wohnsitz in Graubรผnden. Die meiste Zeit verbringt er jedoch auf seiner Yacht im Mittelmeer, gerne in der ร„gรคis, wo er frรผhere Lieferanten besucht. Sorgen bereitet ihm die Inflation. Dass diese an seinem Geldberg knabbert, ist fรผr den Firmengrรผnder ein beunruhigendes Gefรผhl. Die Kaufkraft zu erhalten und den Ruhestand weiter in vollen Zรผgen zu geniessen, ist sein Ziel.
รœber seinen Treuhรคnder wandte sich der Unternehmer anonym an BILANZ, um da Unterstรผtzung bei der Suche nach den besten Angeboten im Schweizer Private Banking zu erhalten. Der Jury des Private-Banking-Ratings gefiel der Fall.
Vergangenen Herbst startete der umfangreiche Test. Hinter einem Treuhรคnder versteckt, wurden im Namen des Kunden bei รผber 100 Schweizer Banken Anlagevorschlรคge eingeholt. Die Jury des Ratings unter Leitung von Finanzprofessor Thorsten Hens wรคhlte die hochwertigsten Offerten aus. Das Institut fรผr Vermรถgensaufbau (IVA) unterzog diese Vorschlรคge einer Detailanalyse. Auf Basis der Ergebnisse kรผrte die Jury drei Finalisten. Die Basellandschaftliche Kantonalbank (BLKB), Maerki Baumann und Valiant wurden ins Sorell Hotel Zรผrichberg eingeladen. Dort mussten die Berater ihre Vorschlรคge dem Kunden prรคsentieren. Dass BILANZ anwesend war, erfuhren sie erst dort. Die Zรผrcher Privatbank Maerki Baumann setzte sich als Gesamtsiegerin durch.

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ยซEin spontaner Kรคuferยป

Die Jury lockte die Banken 2024 mit einem besonders schmackhaften Kรถder: Insgesamt hingen 40 Millionen Franken am Haken. Weil der Unternehmer die Leistungen der Banken im Realbetrieb vergleichen will, mรถchte er die 40 Millionen auf drei gleich grosse Mandate verteilen. Die Vermรถgenswerte hรคlt er in einer Holding. Das Ziel fรผr die nรคchsten zehn Jahre: eine Kapitalrendite deutlich รผber der hiesigen Inflation. Bevorzugt werden Direktanlagen in Aktien und Immobilien. Obwohl der Grรผnder bereits Immobilien im Wert von รผber 100 Millionen Franken besitzt, wรผrde er das Betongoldportfolio um Opportunitรคten ausbauen. Von den Banken erwartet er Vorschlรคge. Und sie sollen auch gleich das Fremdkapital zur Verfรผgung stellen. Da der Grรผnder betrรคchtliches Vermรถgen im Euroraum besitzt, will er die Fremdwรคhrungsrisiken in den ausgeschriebenen Depots klein halten. Selber mit biodynamischen Produkten reich geworden, legt er auch in der Geldanlage Wert auf Nachhaltigkeit, insbesondere den Umweltschutz. Fรผr unvorhergesehene Ausgaben sollen die Banken zwei Millionen liquid halten. ยซEr ist ein spontaner Kรคufer, es kann passieren, dass ihm eine Yacht oder ein Luxussportwagen gefรคlltยป, sagt Thorsten Hens.

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Obwohl der Unternehmer in der Geldanlage wenig Erfahrung mitbringt, will er die Zรผgel nicht aus der Hand geben, und wรผnscht ein Beratungsmandat. Habe er Vertrauen gefasst, kรถnne dieses spรคter in ein Verwaltungsmandat รผbergehen.
Im Dezember trudelten die ersten Angebote ein. Im ersten Schritt sortierte die Jury die Nieten aus. Davon gab es einige. Obwohl der Kunde mรถglichst wenig Wรคhrungsrisiken eingehen will, packte ein Anbieter aus dem angrenzenden Ausland US-Firmenanleihen im Wert von 1,5 Millionen ins Depot. Eine Bank aus einem Gebirgskanton reichte ihren Vorschlag zwar pรผnktlich ein โ€“ doch der Rest war laut Jurymitglied Alex Hinder ยซeine Katastropheยป: ein Angebot fรผr Peter Muster und die Peter Muster Holding. Der Kundenberater wurde nicht genannt, die Bank nicht vorgestellt und keine Kosten ausgewiesen.

Erschreckender Vorschlag

Eine renommierte Genfer Privatbank verschenkte einfach zu holende Punkte. ยซDas ESG-Bedรผrfnis wurde erfasst, wie die Umsetzung funktioniert, hat die Bank aber nicht gezeigt. Die Begrรผndung fรผr ein bankeigenes Produkt fehlteยป, kritisiert Jurymitglied Nadja Bleuler.
Einen Vorschlag einer US-Bank fand Jurymitglied Peter Wรผthrich ยซerschreckendยป. Rรผckfragen wurden keine gestellt, die Bedรผrfnisse des Kunden nicht erkannt. Den Anlageprozess haben die Profis nicht beschrieben. ยซHerausragendยป war die All-in-Fee von 1,03 Prozent โ€“ fรผr ein Beratungsmandat dieser Grรถsse viel zu hoch.

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Mit einem ungleich besseren Vorschlag schaffte es die BLKB ins Finale. ยซDie Basellandschaftliche Kantonalbank hat sich mit den langfristigen Zielsetzungen des Kunden auseinandergesetzt, das gefรคllt mirยป, sagt Jurymitglied Stephanie Feigt. Zur Prรคsentation vor dem potenziellen Kunden wurden hochrangige Mitarbeiter nach Zรผrich geschickt. Bei traumhaftem Frรผhlingswetter erschien im Sorell Hotel mit Michele Citino sogar ein Mitglied der Direktion. Begleitet wurde er von Portfoliomanager Jan von Burg und dem Leiter Private Banking Basel & Binningen, Ivan Krattiger.
Um die Vor- und Nachteile einer hรถheren Aktienquote darzulegen, hatten die Experten zwei Strategien mittels Backtest ยซdurchgerechnetยป. Eine mit einer Aktienquote von 60 und eine mit 80 Prozent. Riskiert werden maximal 20 Prozent. In der Simulation erreichte die Strategie mit dem 80-prozentigen Aktienanteil die Zielrendite von vier bis fรผnf Prozent รผber der Inflation mit Leichtigkeit, die 60-Prozent-Aktien-Strategie gerade so eben. Dabei wies die 80-Prozent-Aktien-Strategie so eine bessere Sharpe Ratio aus, erzielte die hรถhere Rendite also mit verhรคltnismรคssig geringerem Risiko. Auch hรคtte sich die 80-Prozent-Strategie in grossen Krisen wie dem Covid-Crash weit schneller erholt. Die 80er-Strategie wurde dem Kunden dann auch nahegelegt. Weil dieser Wรคhrungsrisiken scheut, wรผrde die BLKB 70 der 80 Prozent in Schweizer Einzeltitel investieren.

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Jurymitglied Nadja Bleuler findet den bei allen Banken verbreiteten รผberdurchschnittlichen Home Bias weniger ideal. Zwar habe der Schweizer Aktienmarkt auf 20-Jahres-Sicht outperformt, in den letzten zehn Jahren hรคtte ein Anleger mit dem US-lastigen MSCI World Index jedoch 50 Prozent mehr verdient. Den Unterschied machen vor allem Technologieaktien, die wie auch Energietitel in der Schweiz kaum vertreten sind.
Mirielle Angela Wyss, Konstantinos Ntefeloudis, Nicole Trachsel von Maerki Baumann
Dominik Kaufmann, Daniel Gasser, Renato Flรƒยผckiger von der Valiant Bank
Michele Citino, Jan von Burg, Ivan Krattiger von der Basellandschaftlichen Kantonalbank
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Suse Heinz fรผr BILANZ

Eine Bank setzt auf Krypto

80 Prozent Aktien klingen nach viel, sind aber durchschnittlich. Im Schnitt wiesen die 19 vom IVA durchleuchteten Anlagevorschlรคge eine Aktienquote von 81 Prozent aus. Das ist der zweithรถchste Wert in der 16-jรคhrigen Testgeschichte. Die Spannbreite reicht von 45,8 Prozent (LGT) bis 100 Prozent (ZKB). Auf Obligationen und Alternative Anlagen verzichten 8 der 19 IVA-geprรผften Banken. Im Durchschnitt betrรคgt der Obligationenanteil neun Prozent, die Liquiditรคt fรผnf Prozent. Die restlichen fรผnf Prozent verteilen sich auf Immobilien, Edelmetalle und Alternatives.

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Krypto gilt seit der Zulassung der Bitcoin-ETFs in den USA zwar als Anlageklasse, wurde aber nur von Maerki Baumann eingesetzt. Die Zรผrcher Privatbank ist im Kryptouniversum bereits fรผnf Jahre aktiv. Hans Syz und Dr. Carole Schmied-Syz sind Eigentรผmer der Bank, die mit 83 Mitarbeitern รผber neun Milliarden verwaltet. Beraterin und Direktionsmitglied Nicole Trachsel, ESG-Expertin Mirielle Wyss und Investment-Management-Chef Konstantinos Ntefeloudis wurden auf den Zรผrichberg entsandt.
Vor der Jury versuchte Ntefeloudis dem potenziellen Kunden die Vorteile einer Beimischung von Kryptoanlagen schmackhaft zu machen. Zwei Prozent Ethereum im Portfolio hรคtten in den drei Monaten seit der Einreichung im Dezember zu einer รœberrendite von 4,4 Prozent gefรผhrt. Wรคhrend der Index um 5,6 Prozent zulegte, wies der Anlagevorschlag dank Krypto zehn Prozent Gewinn aus โ€“ laut Ntefeloudis ohne die Risiken zu erhรถhen. Eine fรผr die Jury etwas verharmlosende Darstellung. ยซEs kommt ja immer darauf an, welche Zeitrรคume man anschautยป, sagt Bleuler.

Zwรถlf Kilo Gold

Abseits von Krypto prรคsentiert Maerki Baumann ein recht klassisches Depot, bestehend aus 75 Prozent Aktien, 15 Prozent Oblis und 5 Prozent Rohstoffen in Form von zwรถlf Kilo Gold. Anfang Jahr machte Maerki Baumann auf der taktischen โ€“ also kurzfristigen โ€“ Seite Anpassungen. Die Empfehlung fรผr das Beratungsmandat: das รœbergewicht von Schweizer Aktien um 5 Prozentpunkte auf 55 Prozent zu reduzieren und den Anteil globaler Titel um 5โ€‰โ€‰Punkte auf 20 Prozent auszubauen.

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Hintergrund: Die Privatbank prognostiziert, dass die US-Wirtschaft weiterhin besser lรคuft als die europรคische. Die Schweiz komme wegen der engen Verbindung zu Europa nicht so richtig in Fahrt. Konkret hรคtte Maerki Baumann im vorgeschlagenen Portfolio am 10.โ€‰Januar Qualitรคtsaktien wie Coca-Cola, Accenture oder Anheuser-Busch gekauft und Nestlรฉ und Roche reduziert. Gewinne hรคtten die Experten bei Lindtโ€‰&โ€‰Sprรผngli mitgenommen. Julius Bรคr wรคre mit Caterpillar wegen ESG-Bedenken aus den Portfolios geflogen, wie Sustainability Officer Mirielle Wyss erklรคrt.
ESG ist bei den Banken ein grosses Thema. Am Ziel ist man laut der Jury aber noch nicht. ยซBei der Nachhaltigkeit haben alle enttรคuscht. Da hรคtte man viel weiter sein kรถnnenยป, so Peter Wรผthrich.
Mit 5500 Verwaltungsmandaten, 18 Anlagefonds und 11 Strategiefonds verwaltet Valiant 33 Milliarden an Kundengeld. Der Leiter der Vermรถgensberatung in der Zentralschweiz, Dominik Kaufmann, Chefรถkonom Renato Flรผckiger und der Leiter Advisory, Daniel Gasser, nahmen sich vor, die Assets um die Millionen des Unternehmers zu vergrรถssern. Mit der Empfehlung, das Holding- ins Privatvermรถgen zu transferieren, um Steuern auf Kapitalgewinne zu vermeiden, traten sie zu Beginn in ein Fettnรคpfchen: Der anwesende Treuhรคnder hatte die Holding eigens konstruiert, um Steuern auf Dividenden zu vermeiden.

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Besser kam das Depot an. 64 Prozent wรผrde Valiant in Schweizer Aktien investieren, aufgeteilt auf 22 Einzeltitel, 34 Prozent in auslรคndische Aktien โ€“ mittels sieben ETFs. Um einen Glรคttungseffekt zu erzielen, empfehlen die Profis, das Kapital รผber drei, vier Quartale zu investieren. Die Ertrรคge des Depots wรผrden sie mit Call- und Put-Optionen optimieren. Eine Idee, die dem Kunden sehr gut gefiel. Selbst ein Angebot fรผr eine Gewerbeimmobilie in Inwil hatte Valiant dabei.
Die Geldmanager berechneten, welche Rendite mit dieser Strategie รผber zehn Jahre mรถglich wรคre. Lรคuft es besonders gut, werden aus 10 Millionen 37 Millionen, im Worst Case ginge der Depotwert von 10 auf 7 Millionen zurรผck. Wie der historische Stresstest zeigt, hรคtte der Anlagevorschlag in der Finanzkrise 45 Prozent und beim Covid-Abverkauf 12,4 Prozent eingebรผsst.
Eine Risikoaufklรคrung gehรถrt bei seriรถsen Anbietern heute zum Standard. Das IVA stellt den geprรผften Banken auch ein gutes Zeugnis aus. Zum ersten Mal seit vier Jahren war in allen ausgewerteten Vorschlรคgen zumindest einfache klassische Risikomasse vorhanden โ€“ bei gut der Hรคlfte davon in guter oder sogar sehr guter Form.
Valiant punktet mit den tiefsten Gebรผhren unter allen geprรผften Angeboten. Die Bank begnรผgt sich mit 0,28 Prozent fรผr das Beratungsmandat. Die hรถchste geschรคtzte Gesamtkostenquote ist mit 0,79 Prozent mehr als doppelt so hoch. Im Durchschnitt liegen die Gesamtkosten bei 0,47 Prozent. Ein Beratungsmandat ist gรผnstiger, obwohl es wegen des stรคndigen Austauschs aufwendiger ist. Die inneren Kosten liegen im Mittel bei 0,05 Prozent, was fรผr ein sehr hohes Mass an Kostenbewusstsein bei der Umsetzung der Vorschlรคge spricht. Der Unternehmer ist in guten Hรคnden.

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IVA-Kommentar zu den Anlagevorschlรคgen

Baloise: ยซ59% des Portfolios sind in 28 Schweizer Einzelaktien investiert. Trotz dieser hohen Konzentration ist das Portfolio international und sektoral schรถn diversifiziert. Durch die Beimischung von Renten und Gold wird das Portfolio noch robuster. Hinzu kommen Schweizer Immobilienaktien als ETF und ein Fonds, der in nachhaltige Schweizer Neubauprojekte investiert. Die 7% Renten enthalten zwei Einzelanleihen ร  2%. Das ist etwas unkonventionell.ยป
BEKB: ยซ55% des Portfolios der BEKB sind in 23 Schweizer Aktien investiert. Vier internationale ETFs ermรถglichen die globale Diversifikation. Dem Kundenwunsch nach wenig Wรคhrungsrisiko wurde durch Wรคhrungssicherung entsprochen. Noch schรถner wรคre das Portfolio mit Positionen in den Schwellenlรคndern, Obligationen und Alternatives.ยป
BKB: ยซDas Portfolio der BKB besteht nur aus 27 Schweizer Einzelaktien und 12 internationalen Aktien. In jede der Schweizer Aktien sind mindestens 2,8% investiert, was ein hohes Vertrauen des Portfoliomanagers in alle Einzeltitel widerspiegelt. Auf Kollektivanlagen und andere Assetklassen wurde gรคnzlich verzichtet. Sie kรถnnten das Portfolio bereichern.ยป

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BLKB: ยซDas BLKB-Portfolio besteht aus 15 Einzelobligationen mit je 0,64%, die Hรคlfte davon Hypothekenbanken. Die Durationsstruktur setzt auf fallende Zinsen. 30 Schweizer Einzelaktien bilden den Kern des Portfolios; sie sind nach รœberzeugung gewichtet. Ein nachhaltiger internationaler Aktienfonds sorgt fรผr regionale Diversifikation. Die Schweizer Big-3-Aktien bilden mit zusammen 36% des Aktienanteils ein Klumpenrisiko.ยป
Globalance: ยซGlobalance hat 27 internationale Einzelaktien ausgewรคhlt und mit jeweils 3,26% gleich gewichtet. Zwei der Aktiengesellschaften kommen aus der Schweiz, sieben aus dem restlichen Europa und drei aus Japan. Nur Titel, von denen das Fondsmanagement sehr รผberzeugt ist, haben es ins Portfolio geschafft. Das Wรคhrungsrisiko kann der Kunde auf Wunsch absichern lassen. Hinzu kommen 10% in einem Fonds. Die Kehrseite des fokussierten Portfolios sind ungenutzte Chancen der Diversifikation, etwa in Emerging Markets oder andere Anlageklassen.ยป
LGT: ยซLGT hat 14 Unternehmensobligationen mit jeweils gut 3% gewichtet, vier davon lauten auf US-Dollar. Hinzu kommen zwรถlf Schweizer Aktien mit je 2,5%, 16% sind in Kollektivanlagen investiert, davon zwei Themenfonds. Trotz des konzentrierten Portfolios liegt eine sehr gute sektorale Diversifikation vor.ยป

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LUKB: ยซDie LUKB hat ein Portfolio aus 82% Einzelaktien und 18% Barmitteln vorgeschlagen. Die 23 Schweizer Aktien bilden den Kern des Portfolios, ergรคnzt um sieben europรคische und sieben amerikanische Titel. Auf Kollektivanlagen und andere Assetklassen wurde verzichtet, das Wรคhrungsrisiko gering gehalten. Aktien aus Asien wรผrden das Portfolio noch bereichern.

Methodik

Aufwendige Suche nach den Besten

Mit einem mehrstufigen Test bringt BILANZ grรถssere Transparenz ins verschlossene Private Banking. Der Vergleich wurde anonym als Mystery Shopping durchgefรผhrt.
1.โ€‰โ€‰Anschreiben: Die ersten Treffen mit dem Testkunden fanden im Herbst statt. Die Ziele des Unternehmers wurden festgehalten und in einem detaillierten Anschreiben erklรคrt. Es wurde von einem zwischengeschalteten Treuhรคnder an mehr als 100 Banken verschickt. Diese hatten bis zum 18.โ€‰Dezember Zeit, einen ausfรผhrlichen Anlagevorschlag einzusenden.
2.โ€‰โ€‰Vorselektion: Schriftliche Rรผckfragen waren mรถglich. Die Antworten wurden standardisiert, um Fairness zu gewรคhrleisten. Die Jury wรคhlte die 19 hochwertigsten Vorschlรคge aus.
3.โ€‰โ€‰Analyse: Diese 19 Vorschlรคge wurden im nรคchsten Schritt durch das unabhรคngige Institut fรผr Vermรถgensaufbau (IVA) einer umfangreichen Analyse unterzogen. Bewertet wurden Interaktion, Kosten, Ganzheitlichkeit, Transparenz, Risikoaufklรคrung und Portfoliostruktur.

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4.โ€‰โ€‰Kundenprรคsentation: Aus den vom IVA am besten bewerteten Banken wรคhlte die Jury drei Finalisten aus. Diese wurden fรผr den 14.โ€‰Mรคrz ins Sorell Hotel Zรผrichberg geladen. Dass BILANZ hinter dem Fall steckt, wurde erst dort kommuniziert. Die Bankenteams prรคsentierten ihre Vorschlรคge vor dem Kunden und der Jury.
5.โ€‰โ€‰Auszeichnung: Auf Basis der IVA-Ergebnisse und der Qualitรคt der Prรคsentationen vergab die Jury die Auszeichnungen (siehe Seite 110). Langjรคhrige Qualitรคtsleader sind Banken, die mindestens viermal getestet und bei ihren letzten drei Tests jeweils mit ยซgutยป bewertet wurden.
Fรผr unseren kommenden Test suchen wir wieder Testkunden. Bei Interesse: redaktion@bilanz.ch

Die Jury: Acht Experten bewerten die Banken

Jury Private Banking Rating
Suse Heinz fรผr BILANZ
Jury Private Banking Rating
Suse Heinz fรผr BILANZ
1: Juryprรคsident Thorsten Hens ist Finanzprofessor an der Universitรคt Zรผrich, Vizedirektor des Department of Finance an der Uni Zรผrich und Grรผndungspartner der Firma Behavioral Finance Solutions, die Konzepte entwickelt, um das Anlageverhalten zu verbessern.
2: Stephanie Feigt ist Grรผnderin und CEO von 3rd-eyes Analytics, einem Fintech fรผr digitale Vermรถgensplanung. Zuvor war sie u.a. CIO und Co-CEO von RobecoSAM und Chefin der Investmentstrategie der Bank Leu.

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3: Dirk Rathjen ist Vorstand beim Mรผnchner Institut fรผr Vermรถgensaufbau (IVA). Zuvor arbeitete er fรผr internationale Konzerne und war fรผr Fondsresearch, Portfolio- und Risikomanagement zustรคndig.
4: Ueli Etzweiler ist geschรคftsfรผhrender Partner beim Berner Vermรถgensverwalter Legato. Zuvor arbeitete er bei Valiant als Mitglied der Direktion und leitete ein Team im Private Banking.
5: Nadja Bleuler ist Chefรถkonomin, Nachhaltigkeitsverantwortliche und Partnerin beim Marcuard Family Office, einem unabhรคngigen Multi-Family Office aus Zรผrich.
6: Erich Gerbl leitet bei BILANZ die Finanzredaktion.
7: Alex Hinder ist Grรผnder von Hinder Asset Management. Zuvor war er Geschรคftsleitungsmitglied bei der Bank Leu und Vontobel AM. Hinder war wรคhrend neun Jahren Prรคsident des Anlageausschusses der Publica.
8: Peter Wรผthrich ist Impact-Investor und berรคt Vermรถgenseigentรผmer bei der Gehrenholz GmbH. Zuvor war er Analyst und Portfoliomanager bei verschiedenen Banken und Vermรถgensverwaltern, zuletzt als Geschรคftsleitungsmitglied der Rothschild Bank Zรผrich.
รœber die Autoren

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