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Corporate Governance

Der Fall Vincenz hat Folgen für die KMU

Der Strafprozess in der Sache Raiffeisen wirft ein kritisches Licht auf bislang übliche Geschäftspraktiken. In den Blick gerät nun auch ein Erfolgsmodell in der KMU-Landschaft.

Zoé Baches

Der ehemalige Raiffeisen Chef Pierin Vincenz (r.) und Anwalt Lorenz Erni auf dem Weg zum Berufungsprozess vor dem Zürcher Obergericht Mitte August.
Der ehemalige Raiffeisen Chef Pierin Vincenz (r.) und Anwalt Lorenz Erni auf dem Weg zum Berufungsprozess vor dem Zürcher Obergericht Mitte August.keystone-sda.ch

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Seit Jahrzehnten ist es tief in der Schweiz verankert, dass Bürger mehrere Hüte gleichzeitig tragen und verschiedene Rollen in Unternehmen, Staat, Militär, Vereinen und Privatleben ausfüllen können. Das Milizsystem macht es möglich, dass jemand neben dem Beruf auch öffentliche oder ehrenamtliche Aufgaben übernehmen kann. Das hat viele Vorteile: Fachkenntnisse können übergreifend genutzt werden, die Akzeptanz zwischen Wirtschaft, Staat und Gesellschaft und damit der soziale Zusammenhalt werden gestärkt, Kosten werden gespart.
Das System funktioniert aber nur, wenn es faire Zugänge, Transparenz und klare Regeln für Interessenkonflikte gewährleistet. Sonst kann eine Ämterkumulation zu Überlastung, Interessenkonflikten und Machtkonzentration führen. Das hat jüngst der Berufungsprozess in der Wirtschaftsstrafsache Raiffeisen wieder ins Bewusstsein katapultiert.

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