Es war 1930, als Emil Richterich in Laufen bei Basel die Confiseriefabrik Richterich & Co. gründete, aus der sich der heutige Firmenname (Ri-Co-La) ableitet. Vergangenes Jahr feierte das Halsbonbon seinen 95. Geburtstag. Einen Geburtstag, an den Richterich in den ersten zehn Jahren wohl kaum geglaubt hätte. Gut zehn Jahre tüftelte er an der Formel, bis er im Jahr 1940 die perfekte Mischung aus dreizehn Kräutern fand und diese als viereckiges, knubbeliges Dääfeli verkaufte.
Die harte Rationierung von Zucker während der Kriegsjahre spielte Richterich in die Hände: Die Kräuterbonbons waren ohne Lebensmittelmarken zu erhalten, was ihnen grosse Beliebtheit einbrachte. Über die Jahre sollten viele Formen und Geschmäcker von Bonbons folgen und teilweise auch wieder verschwinden. Das urchige, braune Stück ist aber auch nach achtzig Jahren noch immer ein weltweit führendes Halsbonbon. Ricola publiziert seit 2018 keine Geschäftszahlen mehr. Damals lag der Umsatz bei 339 Millionen Franken. Im Jahr 2023 schätzte das Fachmedium Konsider den Jahresumsatz auf 350 Millionen Franken.