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Private Banking: Das sind die besten Beraterteams 2017

Zum neunten Mal recherchierte «Bilanz» undercover, welche Bank im Private Banking die beste ist. Das Ergebnis: Zum ersten Mal gewinnt eine Auslandbank.

Harry Büsser

Zum neunten Mal testete «Bilanz» mit einer ausgefeilten Methodik die Leistungen im Private Banking. Das sind die besten Banken 2017:
GesamtsiegerZum ersten Mal holt sich mit der Rothschild Bank eine Auslandbank den Gesamtsieg. Wo sich die Bank Rothschild wirklich von den anderen zwei Finalisten absetzen kann, ist bei der Erklärung der Risiken. Die Berater der Bank simulieren an der Präsentation live, wie sich das vorgeschlagene Portfolio der Kunden in der Vergangenheit verhalten hätte. Insbesondere gehen sie auf den maximalen Verlust des Portfolios ein, der in der Vergangenheit 31,8 Prozent betragen hätte.
Banken nationalIn der Kategorie Banken national hat das VZ VermögensZentrum zum wiederholten Mal gewonnen. Für das Finale um den Gesamtsieg reichte es unter anderem nicht, weil der Beratungsprozess der Jury bürokratisch erschien und die Kunden mit einem Anlagevorschlag im Umfang von mehreren 100 Seiten überfordert wurden.
Knapp hinter dem VZ Vermögenszentrum landete in der Kategorie Banken national die Bank Raiffeisen. Raiffeisen erhielt unter anderem Punktabzüge, weil sie viele hauseigene aktive Fonds einsetzte.
Banken regionalDen ersten Platz in der Kategorie Regionalbanken sichert sich die Valiant. Die Berner präsentieren sympathisch und bieten günstige Konditionen. Auf 0,65 Prozent beläuft sich die geschätzte Gesamtkostenquote. Das erstaunt die Jury, weil die Bank im Internet 1,25 Prozent für ein Standardportfolio verlangt.
Den zweiten Platz der besten Regionalbanken - und damit knapp hinter der Valiant - sichert sich die Berner Kantonalbank. Diese schlug das aggressivste Portfolio von allen Banken vor und investierte fast 90 Prozent des Geldes in Aktien.
PrivatbankenIn der Kategorie Privatbanken liegt Maerki Baumann vorne. Die Privatbank unterbreitete zum Erstaunen der Jury das günstigste Angebot.
Auf den zweiten Platz direkt hinter Maerki Baumann positionierte sich die Bank Vontobel in der Kategorie Privatbanken. Die Bank reichte einen guten Anlagevorschlag ein, die Jury wunderte sich einzig über ein strukturiertes Produkt, das eher in das Portfolio von weniger vermögenden Kunden gepasst hätte.
Die Jury, die die besten Beraterteams kürten, bestand aus sieben Experten.
Thorsten Hens ist Präsident der Jury des Private-Banking-Ratings von «Bilanz». Er ist «Swiss Finance Institute Professor» an der Universität Zürich und wissenschaftlicher Beirat des IVA. Auf Anfrage bietet er den Banken Erklärungen zum Rating an (früher gratis, wegen der hohen Nachfrage inzwischen kostenpfichtig).
Christian Dreyer (l.) ist Geschäftsführer der CFA Society Switzerland, der führenden Vereinigung von Anlageprofis mit dem international renommierten Abschluss als CFA Charterholder. Seine Organisation setzt sich unter anderem für ethische Standards in der Finanzbranche ein. Kurt Haug (mitte) ist Senior Partner bei der unabhängigen Vermögensverwaltung Huber & Partner. Rudolf Strahm (r.), Ökonom, ist Kolumnist sowie ehemaliger Nationalrat und Preisüberwacher.
Marco Infanger (l.) ist Leiter der Vermögensverwaltung beim unabhängigen Vermögens- und Vorsorgeberatungsunternehmen Weibel Hess & Partner. Andreas Beck ist Leiter des Instituts für Vermögensaufbau (IVA) in München. Die Firma hat sich auf die Qualitätssicherung im Banking spezialisiert und prüft auch die Portfolios von Schweizer Banken.
Ebenfalls Mitglied der Jury ist Harry Büsser, Leiter der Finanzredaktion von «Bilanz». Bilder: Holger Salach/Keystone
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RMS

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Zum neunten Mal recherchierte «Bilanz» undercover, welche Bank die beste ist. Erstmals holt sich mit der Bank Rothschild eine Auslandbank den Gesamtsieg im Private Banking Ranking. In der Kategorie Banken National gewinnt das VZ VermögensZentrum vor der Raiffeisen. In der Kategorie Banken regional ist die Valiant vor der Berner Kantonalbank, und in der Kategorie Privatbanken liegt Maerki Baumann vor Vontobel (siehe Bildergalerie oben).
Für das Ranking schrieb «Bilanz» 80 Banken im Namen von echten Kunden an. Eine hochkarätige Jury mit Finanzprofessor Thorsten Hens und dem Ökonomen, Kolumnisten und ehemaligen Preisüberwacher Rudolf Strahm bewerteten das Verhalten und die Offerten der Banken im Detail. Insgesamt wurden die Leistungen von 14 Banken als ausgezeichnet beurteilt.
Drei Institute wurden im Finale zur Präsentation vor der Jury und den echten Kunden eingeladen, auf deren Profil der Fall basiert. Dieses Mal handelte es sich bei den  Kunden um ein Ehepaar aus dem Zürcher Oberland. Die Berater der Banken wurden erst kurz vor der Präsentation eingeweiht, dass es sich um das Private-Banking-Rating von «Bilanz» handelte. Der aufwendige Test zog sich über mehr als ein halbes Jahr hin.

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