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Produktivitätsfalle «Präkrastination»

Die Tücken des Soforterledigens

Aufschieberitis ist eine typisches Phänomen unter Studierenden. Im Büro dominiert jedoch das gegenteilige Phänomen: die Präkrastination.

Olivia Ruffiner

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Ärmel hoch: Wer alles sofort erledigt, verpasst es,die richtigen Prioritäten ­zu setzen. Made with Google AI

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Das E-Mail-Postfach ist leer. Die Nachrichten im Chat sind alle beantwortet. Die Präsentation für nächste Woche ist finalisiert und abgelegt. Und auch die Anfrage aus der Nachbarabteilung wurde bereits erledigt. Ein Blick auf die Uhr zeigt: Es ist 10.15 Uhr. Eine Szene, die das Ideal der modernen Wissensarbeit darstellt, kann auf ein Phänomen hinweisen, das Arbeitspsychologen zunehmend beschäftigt: Präkrastination.
Der Begriff beschreibt das sofortige Erledigen von Aufgaben und bildet damit das Gegenstück zur Prokrastination, bei der Arbeit aufgeschoben wird. Prokrastination, auf Deutsch auch Aufschieberitis genannt, tritt laut Studien bei gut 15 bis 20 Prozent der Bevölkerung regelmässig auf. Eine Ballungszone ist die Universität: Rund 40 bis 50 Prozent der Studierenden prokrastinieren öfters bis häufig. Darum erhielt das Verhalten Ende der 1990er-Jahre auch den Übernamen «Studentensyndrom».
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