Die USA haben noch unter der Regierung von Barack Obama den Weltklimavertrag von Paris ausgehandelt, ratifiziert und somit in Kraft gesetzt. Nach China ist das Land der zweitgrösste Treibhausgas-Produzent der Erde.
Wie hoch ist der CO2-Ausstoss der USA?
Die USA sind für rund 16 Prozent des weltweiten Kohlendioxid-Ausstosses verantwortlich. China hat hier einen Anteil von 28 Prozent, Deutschland von gut zwei Prozent. Pro Kopf gesehen liegen die USA aber an der Spitze der Industrie- und Schwellenländer. Ein US-Amerikaner produziert durchschnittlich etwa doppelt soviel CO2 wie ein Deutscher und weit mehr als ein Chinese.
Wie hat sich der Ausstoss entwickelt?
Trotz Wirtschaftswachstums ist der CO2-Ausstoss in den vergangenen drei Jahren nicht mehr gestiegen, sondern gesunken. Hauptgrund ist, dass Kohle in Kraftwerken durch Gas ersetzt wurde. Dies liegt zum einen an der Schiefergas-Förderung, dem sogenannten Fracking, das die Gaspreise hat sinken lassen. Gas setzt bei der Verbrennung weit weniger CO2 frei als Kohle. Zudem hatte Obama schärfere Umweltauflagen für Kohlekraftwerke verhängt, so dass ältere Anlagen geschlossen wurden.
Wozu haben sich die USA verpflichtet?
Wie alle Unterzeichner erkennen sie den Klimawandel als menschengemacht und dabei ihre besondere Verantwortung als Industriestaat an. Sie wollen die Erderwärmung zusammen mit der Staatengemeinschaft auf unter zwei Grad, möglichst auf maximal 1,5 Grad, im Vergleich zur vorindustriellen Zeit begrenzen.
Was wollten die USA tun?
Im UN-Vertrag von Paris wurden alle nationalen Pläne zum Klimaschutz gesammelt, sozusagen als Basis für weitere Anstrengungen. Die EU hat sich beispielsweise verpflichtet, bis 2030 rund 40 Prozent weniger CO2 zu produzieren als 1990. Die USA wollen ihren Ausstoss bis 2025 zwischen 26 und 28 Prozent im Vergleich zu 2005 reduzieren. Wichtigstes Instrument dafür ist der «Clean Power Plan» von Obama, der letztlich Kohlekraftwerke weiter aus dem Markt drängt.
Wie soll es nach Paris weitergehen?
Zum einen wird bei den jährlichen Weltklimakonferenzen daran gearbeitet, die nationalen Ziele vergleichbar zu machen. Dadurch soll mehr Transparenz entstehen und der Druck so auf Länder steigen, die vergleichsweise wenig leisten. Für 2020 ist vereinbart, dass die Staaten neue Ziele vorlegen. Denn mit den in Paris hinterlegten kann die Erderwärmung nicht auf zwei Grad begrenzt werden. 2020 müssten also auch die USA nachlegen. Allerdings hatte Trump bereits den «Clean Power Plan» per Dekret aufgeweicht, so dass bezweifelt wird, ob die USA schon ihre alten Ziele schaffen können.
Was sind die anderen Verpflichtungen?
Schon bei der weitgehend gescheiterten Klimakonferenz 2009 wurde vereinbart, dass ein «Green Climate Fund» aufgelegt wird. Im Kern geht es um Solidarität mit den armen Staaten auf der südlichen Halbkugel, die besonders vom Klimawandel betroffen sind. Ab 2020 soll aus öffentlichen und privaten Geldern jedes Jahr eine Summe von 100 Milliarden Dollar zur Verfügung stehen, damit diese sich gegen den Klimawandel wappnen können. 2014 hatten die USA zugesichert, drei Milliarden Dollar für die Erstausstattung des Fonds zu geben. Kurz vor Ende seiner Amtszeit überwies Obama zur Empörung Trumps noch 500 Millionen Dollar. Trump hat erklärt, er werde der UN für Klimaschutzprogramme nichts mehr überweisen.
100 Tage Trump: Das sind die Gewinner und Verlierer:
100 Tage Donald Trump - das sind die Gewinner und Verlierer:Gewinner: CEOs
Als Unternehmer selbst ist Donald Trump bemüht darum, wochentliche Meetings mit CEOs zu halten. Er hört sich die Ideen an und die CEOs erhalten die Möglichkeit zum Austausch mit dem zurzeit mächtigsten Mann der Staaten. RMS Energieunternehmen:
Donald Trump hat zwei umstrittene Ölpipelines bewilligt, die zuvor von Obama aufgrund von Umweltgefahren gestoppt wurden. Weiter hat er die Offshore-Ölförderung erleichtert und mehr Fracking angekündigt. RMS Investoren:
Die Steuersenkungen, die Deregulierung der Finanzbranche und das massive Investitionsprogramm hat den Märkten Auftrieb gegeben. Während der S&P 500 um 15 Prozent zulegte, stieg der Russell 2000 sogar um 22 Prozent. RMS 1000 Carrier Corporate Mitarbeiter
Schon während des Wahlkampfes verwies Donald Trump immer wieder auf den Klimaanlagenhersteller - sie wollten 1400 Stellen ins Nachbarland Mexiko abschieben. Trump - der selbsternannte Retter bedrohter Arbeitsplätze - konnte immerhin 1000 Arbeitsplätze im Land halten. RMS Ivanka Trump:
Auch sie kann sich freuen: Noch während des Wahlkampfes stiegen die Verkaufszahlen für ihre Mode- und Schmuckkollektionen ganze 61 Prozent. Zudem bewilligte China Trumps Tochter die Markenrechte für gleich drei ihrer Produktlinien - nachdem der chinesische Präsidenten Xi Jinping zu Besuch war. RMS Pentagon:
Während der US-Präsident drastische Einsparungen bei der Entwicklungshilfe sowie beim Umweltschutz plant, kann sich das Pentagon freuen: Um ganze 54 Milliarden Dollar sollen die Verteidigungsausgaben steigen. RMS Wall Street Banken:
Durch die Unterzeichnung eines Dekrets, welches das Reformpaket «Dodd-Frank Act» auf den Prüfstand stellt, könnten Gewinne der Wall Street Banken ansteigen. RMS Verlierer: Einwanderer
Donald Trump ist knallhart, wenn es um dieses Thema geht. Er fordert Massenabschiebungen und Einwanderungsstopps. RMS Wissenschaftler:
Dass der Mensch den Klimawandel beeinflussen könnte, glaubt Donald Trump nicht. Viele (Umwelt-)Wissenschaftler sorgen sich daher um ihren Job. Wenn die Budgets für Untersuchungen und Studien für alle Angelegenheiten, die Trump nicht interessieren, gestrichen werden, könnte es eng werden. RMS Obamacare:
Er lässt nicht locker: Trump ist zwar beim ersten Versuch, Obamacare abzuschaffen, kläglich gescheitert. Doch die Drohung reicht vielen Nutzern bereits: Fast eine halbe Million Versicherte hat Obamacare dieses Jahr verloren. RMS Bürokraten:Die staatliche Regierung beschäftigt insgesamt 2,8 Millionen Personen - für Donald Trump viel zu viele. Er will die Zahl senken. Zudem will er unnötige Bürokratie abbauen: In Zukunft darf eine Vorschrift nur erlassen werden, wenn zwei bestehende abgeschafft werden.
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