Der starke Franken hat die Schweizerische Nationalbank (SNB) in die tiefroten Zahlen gedrückt. Sie weist für das erste Halbjahr 2015 ein Minus von 50,1 Milliarden Franken aus. Der Verlust auf den Fremdwährungspositionen betrug 47,2 Milliarden Franken. Der Goldbestand war 3,2 Milliarden Franken weniger wert aufgrund des sinkenden Goldpreises, ohne dass sich die Menge des vorrätigen Edelmetalls verändert hätte.
Einbussen dieser Grössenordnung waren nach den Vorquartalszahlen von Ökonomen der UBS und Credit Suisse erwartet worden. Sie spiegeln die Entwicklung nach der Aufgabe des Mindestkurses wieder, die
den Franken deutlich an Stärke hat gewinnen lassen. Für das erste Quartal hatte die Nationalbank einen Verlust von 30,0 Milliarden Franken ausgewiesen.