Die Bundesanwaltschaft stützt sich bei den Ermittlungen rund um die Vergaben der Fussball-Weltmeisterschaften 2018 an Russland und 2022 an Katar auch auf 53 Verdachtsmeldungen von Schweizer Banken wegen Geldwäscherei. Allerdings stehen die Ermittler erst am Anfang.
Momentan müssten neun Terabytes an Daten aufbereitet und analysiert werden, sagte Bundesanwalt Michael Lauber am Mittwoch vor den Medien in Bern. Der Fall sei gewaltig, komplex und aufwendig. «Wir haben sehr viele Informationen, nun müssen wir einen Fokus setzen.» Zuständig sei eine eigens eingesetzte Taskforce mit spezialisierten IT-Ermittlern.
Wie lange das Verfahren dauern wird, konnte der Bundesanwalt nicht sagen. Es könne sich um Monate oder Jahre handeln. Sicher sei, dass die Untersuchung länger gehen werde als «die berühmten 90 Minuten». Er handle aber nach dem Beschleunigungsgebot im Strafprozess.
Bisher seien zehn Personen verhört worden. «Ich schliesse nicht aus, dass ich auch FIFA-Präsident Blatter und
FIFA-Generalsekretär Valcke befragen werde.»