Lufthansa streicht fast 200 Flüge - auch Zürich und Genf betroffen
Streik auf dem Frankfurter Flughafen: Die Lufthansa-Flugbegleiter haben die Arbeit niedergelegt. Auch Flüge von und nach Zürich und Genf sind betroffen.
Die wütenden Flugbegleiter der Lufthansa sorgen für eine Vielzahl von Flugausfällen. (Bilder: Keystone) RMS
Die Flugbegleiter der Lufthansa bestreiken seit 5 Uhr den Frankfurter Flughafen. Die Arbeitsniederlegungen sollen laut der Flugbegleitergewerkschaft Ufo bis 13 Uhr andauern.
In den Terminals in Frankfurt bildeten sich lange Schlangen vor den Umbuchungsschaltern der Lufthansa. Die meisten Reisenden wussten bereits von drohenden Ausfällen und Verspätungen. Die Deutsche Bahn setzt wegen des Streiks am Vormittag mehr Züge ein als sonst.
Nachdem zuerst nur vom Ausfall von inenrdeutschen und innereuropäischen Verbindungen die Rede war, stehen nun auch Flüge etwa von New York, Boston und Philadelphia auf der Streichliste.
Auch betroffen sind folgende Verbindungen von und nach Zürich und Genf:
LH1182 | 6:45 Uhr | Zürich nach Frankfurt LH1184 | 7:45 Uhr | Zürich nach Frankfurt LH1183 | 8:20 Uhr | Frankfurt nach Zürich LH1186 | 8:40 Uhr | Zürich nach Frankfurt LH1185 | 9:15 Uhr | Zürich nach Frankfurt LH1214 | 9:20 Uhr | Frankfurt nach Genf LH1187 | 10:10 Uhr | Zürich nach Frankfurt LH1215 | 11:00 Uhr | Genf nach Frankfurt LH1216 | 12:00 Uhr | Frankfurt nach Genf LH1190 | 12:05 Uhr | Frankfurt nach Zürich LH1218 | 13:00 Uhr | Frankfurt nach Genf LH1191 | 13:40 Uhr | Zürich nach Frankfurt LH1217 | 13:40 Uhr | Genf nach Frankfurt LH1219 | 14:45 Uhr | Genf nach Frankfurt
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Es handelt sich um den ersten Streik des Kabinenpersonals in der Geschichte der Lufthansa. «Wenn ich die Zeichen der Lufthansa richtig deute, wird es wohl nicht der letzte gewesen sein», sagte der Chef der Kabinengewerkschaft Ufo, Nicoley Baublies, der Nachrichtenagentur dpa. Lufthansa plant, mittelfristige Einsparungen bei den Personalkosten und will dafür unter anderem die Beförderungsstufen strecken.
Ufo hat in den seit 13 Monaten andauernden Verhandlungen nach drei Jahren mit Nullrunden neben 5 Prozent höheren Löhnen unter anderem das Ende der Leiharbeit und einen Schutz gegen Auslagerungen von Jobs verlangt.
Die Flugbegleiter könnten nach dem achtstündigen Streik bereits am Wochenende erneut in den Ausstand gehen. «Da kann ich tatsächlich keine Entwarnung geben», so Baublies, der Nachrichtenagentur am Donnerstagabend. «Unsere zentrale Streikleitung ist da ganz autark. Die planen im Hintergrund, wie es weitergeht.»
Sehen Sie hier, wo in diesem Jahr in der Luftfahrt noch gestreikt wurde: