Der Schweizer Zoll taxiert Ware, die ins Land kommt, nach Gewicht statt Wert. Neben Russland ist die Schweiz heute das einzige WTO-Mitglied mit einer solchen Importhürde. Für Zalando wird das jetzt zum Problem, wie
die «Bilanz» in ihrer aktuellen Ausgabe schreibt. Der Online-Kleiderhändler kann für unbestimmte Zeit nicht mehr das gesamte Sortiment in die Schweiz liefern. Der Aufwand werde zu gross.
«Mit fortschreittender Digitalisierung wird das Thema Zoll immer mehr zu einem Problem», stöhnt Patrick Kessler vom Verband des Schweizer Versandhandels, wo auch Zalando Mitglied ist. Es gebe zahlreiche weitere gesetzliche Hindernisse, die die Preise unnötig in die höhe treiben. Darunter auch die Deklarationsvorschriften. So müssen bei importierten Lebensmitteln oder Beauty-Produkten unzählige Produkte noch mit einem separaten Aufklebern versehen oder von Behörden abgenommen werden.