Die BSI wird spätestens in zwölf Monaten nicht mehr existieren,
teilte die Finanzaufsicht Finma heute mit. Die Traditionsbank hat eine lange Geschichte: 1873 wurde sie als Banca della Svizzera Italiana in Lugano gegründet – sie ist somit die älteste Bank im Tessin. Schon 1908 stieg die Mailänder Banca Commerciale Italiana als Aktionärin ein, 75 Jahre später verkaufte sie ihr Paket an den New Yorker Irving Trust, bis 1991 der Schweizerische Bankverein Mehrheitseigner wurde.
1998 kaufte der italienische Versicherungsriese Generali die Bank. Seit dem Jahr 2000 firmierte sie nur noch als BSI AG. Das Tessiner Traditionshaus beschäftigte 2012 rund 2000 Angestellte. Die im Private Banking und in der Vermögensverwaltung aktive BSI unterhielt ein Netz von 31 Filialen und Töchtern in Europa, Asien, Mittel- und Südamerika und verwaltete ein Vermögen von 81,5 Milliarden Franken.