Das wird die Credit Suisse der Zukunft: Heute früh hat der neue Credit-Suisse-CEO Tidjane Thiam seine Umbaupläne präsentiert. Bis Ende 2018 will die Credit Suisse 3,5 Milliarden Franken einsparen, dazu werden kräftig Stellen gestrichen. RMS So sollen in der Schweiz innert drei Jahren bis zu 1600 Stellen abgebaut werden, das heisst pro Jahr werden 500 bis 600 Stellen eingespart. Der Abbau soll über natürliche Fluktuation gehen, was laut Thiam «einfach machbar» sei. Vom Abbau betroffen ist auch Schweiz-Chef Hans-Ulrich Meister. RMS Auch in Grossbritannien stehen der Bank Einsparungen bevor, dort sollen 1500 Jobs auf der Kippe stehen. RMS In den USA trennt sich die Credit Suisse vom direkten Kundengeschäft, bestehen bleibt das Investmentbanking für reiche Kunden. Mit der US-Bank Wells Fargo hat die Credit Suisse ein Abkommen unterzeichnet, demnach sollen US-Berater der CS und ihre Klienten per Anfang 2016 zu Wells Fargo wechseln können. RMS In der Vergangenheit – unter dem früheren CEO Brady Dougan – war gerade das Investmentbanking erheblich vom Stellenabbau betroffen. So wurden zwischen Herbst 2007 und Frühjahr 2011 insgesamt 3320 Stellen gestrichen. RMS Im November 2011 fielen nochmals 1500 Stellen den Sparmassnahmen zum Opfer. Allein die Integration der Clariden Leu kostete rund 700 der 1900 Mitarbeiter die Stelle. Keystone Durchgeschüttelt wird die CS-Geschäftsleitung – vier bisherige Mitglieder treten aus, während sechs neue dazustossen. Die Abgänge: Gaël de Boissard, Hans-Ulrich Meister, Robert Shafir and Pamela Thomas-Graham. Die Neulinge: Pierre-Olivier Bouée, Peter Goerke, Thomas Gottstein, Iqbal Khan, Helman Sitohang und Lara Warner. RMS Mit dem Spar- und Umbauprogramm verfolgt CS-Chef Thiam drei Ziele. Erstens soll der Heimmarkt gestärkt werden. Dazu gehört ein Ausbau der Schweizer Universalbank, wobei ein partieller IPO von 20-30 Prozent bis Ende 2017 erfolgen soll. RMS Zweitens will der neue Chef die Vermögensverwaltung und das Private Banking weiter ausbauen. Künftig soll diesem Bereich mehr Kapital zur Verfügung stehen. RMS Als drittes stellt Thiam das Investmentbanking in den Fokus. Dieses Geschäft soll profitabler und gleichzeitig weniger volatil und kapitalintensiv werden. RMS Zwei Kapitalerhöhungen sollen den finanziellen Spielraum für die Umsetzung der Ziele und die Stärkung des harten Kernkapitals ermöglichen. Die Ausgabe neuer Namenaktien an einige qualifizierte Investoren soll rund 1,35 Milliarden einbringen. Die zweite Erhöhung soll via Bezugsrechtsemission für bestehende Aktionäre erfolgen und etwa 4,7 Milliarden lösen. Bilder: Keystone RMS