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Amazon: Musik aus der Wolke

Damit hat wohl niemand gerechnet: Der Online-Handelsgigant Amazon prescht vor und bietet als erster grosser Player einen Cloud-basierten Musikdienst an.

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Musik kommt aus der Wolke direkt auf den Computer oder das Android-Handy (Bild: zvg) RMS

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Nicht wie schon lΓ€ngst von der GerΓΌchtekΓΌche erwartet Apple oder Google, sondern der Online-Handelsgigant Amazon hat am Dienstag einen Online-Musikdienst gestartet, mit dem die Kunden ihre Songs im Internet speichern kΓΆnnen. Die Idee des Angebots "Cloud Player" ist, dass die Nutzer dann ihre Musik von den Amazon-Servern aus auf jedem beliebigen Computer anhΓΆren kΓΆnnen. Der Dienst ist zunΓ€chst nur fΓΌr US-Kunden mΓΆglich.
Bei Amazons Cloud-Dienst bekommen Kunden 5 Gigabyte Speicherplatz kostenlos gestellt. Wenn man sich ein MP3-Album kauft, wird die virtuelle Festplatte mit dem Namen "Cloud Drive" fΓΌr ein Jahr auf 20 Gigabyte aufgestockt. Ansonsten ist das Preismodell einfach: Ein Gigabyte Speicher kostet einen Dollar pro Jahr, man kann bis zu einem Terabyte (1000 GB) aufstocken. Auf einen Speicherplatz von einem Gigabyte passen im Durchschnitt etwa 250 Songs.
Wird ein Album in Amazons MP3-Shop heruntergeladen, landet es automatisch auch auf dem "Cloud Drive". Die Nutzer kΓΆnnen aber auch Musik von ihren Computern in die "Wolke" hochladen - und der Speicherplatz kann auch fΓΌr andere Daten genutzt werden.
Eine App gibts nur fΓΌr Android-Handys - iPhones bleiben aussen vor
Über eine Android-App kann Musik aus der Amazon-Wolke auch auf Handys mit dem Google-Betriebssystem gehârt werden. Eine App für Apples iOS-GerÀte wie iPhone oder iPads gibt es bisher nicht. Amazon hat schon seit Jahren Erfahrungen mit Cloud Computing - der Bereitstellung von Programmen und Daten aus dem Netz - gesammelt. Der Online-HÀndler betreibt auch eine der grâssten Cloud-Plattformen für Unternehmen.

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Schon seit Monaten wird darΓΌber spekuliert, dass Google und Apple kurz davor stehen, Cloud-basierte Musikdienste zu starten. Apple kaufte 2009 den kleinen Anbieter Lala.com, der einen solchen Service betrieb - und machte ihn zunΓ€chst einmal dicht. Der Konzern ist mit seiner iTunes-Plattform inzwischen zum weltgrΓΆssten Musikanbieter aufgestiegen. In diesem FrΓΌhjahr soll ein Milliarden-teures neues Rechenzentrum in den USA in Betrieb gehen, das immer wieder auch mit einem Cloud-Dienst von Apple in Verbindung gebracht wurde.
(rcv/laf/awp)

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