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Start-up-Investor ­Oliver Samwer baut in St. Moritz

Rocket-Internet-Chef Oliver Samwer baut am Suvretta-Hang in St. Moritz. Der Mitgründer von Zalando und Co. wohnt offiziell in der Gemeinde. Auch sein Bruder Alexander ist im Ort aktiv.

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Zalando, HelloFresh, Westwing: All diese Firmen stammen aus dem Haus des deutschen Inkubators Rocket Internet der Brüder Marc (55), Oliver (53) und Alexander Samwer (51). Die drei haben Deutschlands Gründerszene über mehr als zwei Jahrzehnte geprägt und investierten auch in Meta, LinkedIn und Revolut. Mittlerweile ist es ruhig geworden um die öffentlichkeitsscheuen Brüder, deren Vermögen vom deutschen «Manager Magazin» auf 3,2 Milliarden Euro geschätzt wird. Auf der Website heisst X noch Twitter, der letzte Post datiert vom 23. Juli 2020.
Der Gründungsmythos der Erfolgsgeschichte geht auf einen Schwur zurück, den sich die drei in auf dem Segelboot ihres Vaters auf dem Vierwaldstättersee gegeben haben: Sie wollen gemeinsam ein Unternehmen gründen.

Umbauten in St. Moritz

Vor einigen Monaten hat sich der Kreis in der Schweiz geschlossen. Zwar nicht in der Zentralschweiz, aber im Engadin. Oliver Samwer, der Primus inter Pares, hat im Januar 2026 in St. Moritz ein Baugesuch eingereicht für die Projektänderung des Abbruchs eines Einfamilienhauses und den Neubau eines Zweifamilienhauses am mondänen Suvretta-Hang.
Oliver Samwer baut nicht nur im Engadin, er wohnt auch dort. Die Einwohnerdienste St. Moritz bestätigen, dass er in Champfèr angemeldet ist. Der Ortsteil gehört politisch zur Gemeinde St. Moritz. Eingezogen in seinem neuen Anwesen ist er demnach noch nicht. Rocket Internet – deren CEO er immer noch ist – wie auch er selbst liessen Fragen dazu unbeantwortet.

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Zu seinem jüngeren Bruder Alexander ist es nicht weit. Er wohnt zwar nicht in St. Moritz, besitzt aber ebenfalls ein Haus in der Gemeinde, wie aus einem Baugesuch vom vergangenen Dezember hervorgeht. Unter anderem plante er damals eine unterirdische Erweiterung des Einfamilienhauses und eine energetische Sanierung.
Der jüngste der drei Samwers geht schon länger eigene Wege. 2015 lancierte er in München Picus Capital. Die Beteiligungsgesellschaft ist gegenwärtig in mehr als 170 Firmen investiert.

Bruder gegen Bruder

Olivers Rocket Internet hat jüngst wieder einmal für Schlagzeilen gesorgt. So ist aus Investorendokumenten ersichtlich, dass Rocket an SpaceX und an der US-Prognoseplattform Kalshi beteiligt ist, deren Bewertung auf bis zu 40 Milliarden Dollar geschätzt wird.
Andererseits kommt Bewegung in eine Geschichte von 2020, als sich das Unternehmen von der Börse verabschiedete. Einige Aktionäre erachteten den Preis damals als zu tief und boten die Aktien nicht an. Daher wird ein kleiner Teil der Titel immer noch gehandelt.
Rocket erzielte 2025 einen Bilanzgewinn von 600 Millionen Euro. Oliver Samwer schlug für die Generalversammlung von Ende Juni vor, gut 3,3 Millionen an die Aktionäre zu verteilen. Die Grossaktionärin Global Founders forderte hingegen die Ausschüttung des ganzen Gewinns – und setzte sich durch. Pikant: Global Founders wird vom ältesten Bruder Marc Samwer geführt.

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Das Kuriose ist, dass vom Entscheid vor allem Rocket-Chef Oliver Samwer selbst profitiert. Er ist auch Eigentümer von Global Founders. Gemäss «Handelsblatt» hält er mehr als 83 Prozent der Aktien und erhält damit fast 500 Millionen Euro Dividende.

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