Investment von Ski-Stars Wendy Holdener und Michelle Gisin futsch
Gehyptes Schweizer Sportnahrung-Startup ist pleite
Das Start-up Nutriathletic mit Sitz in Wollerau SZ ist insolvent. Wendy Holdener und Michel Gisin waren Teilhaberinnen des jetzt gescheiterten Unternehmens.
Die Liste an namhaften Markenbotschaftern des Schwyzer Start-ups Nutriathletic ist lang: Der Schweizer NHL-Star Timo Meier (29), die sechsfache Curling-Weltmeisterin Alina Pรคtz (36) und Schwinger Sven Schurtenberger (35) werben fรผr das Produkt. Und die beiden Skistars Wendy Holdener (32) und Michelle Gisin (32) haben sogar in den Hersteller von Nahrungsmitteln fรผr Sportler investiert.
Es macht den Anschein, dass sich das 2013 gegrรผndete ETH-Spin-off auf Erfolgskurs befindet. Doch die Firma mit Sitz in Wollerau SZ ist am Ende. Sie befindet sich in Liquidation, wie dem Handelsregister zu entnehmen ist. Am 14. April wurde das Konkursverfahren erรถffnet.
Zwei Schweizer Ski-Stars sind Aktionรคrinnen
Heisst: Nutriathletic entpuppt sich fรผr die beiden Skifahrerinnen als Fehlinvestition. Ihr Geld ist futsch. Gisin stieg 2020 beim Unternehmen ein, Holdener kam ein Jahr spรคter dazu. ยซWendy Holdener und Michelle Gisin sind ab sofort beim Schweizer Sportnahrungsmittelhersteller als Aktionรคrinnen und Partnerinnen mit dabeiยป, frohlockte das Unternehmen damals. Auch an den Prozessen, namentlich der Produktentwicklung, waren die beiden Athletinnen beteiligt. ยซIch darf meinen eigenen Riegel machen, Michelle arbeitet an einem Pulverยป, sagte Holdener 2021 im Gesprรคch mit Blick.
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Die beiden Ski-Stars Wendy Holdener (links) und Michelle Gisin (Zweite von links) waren Teilhaberinnen der Nutriathletic AG โ und arbeiteten auch mit.Nutriathletic
Die beiden Ski-Stars Wendy Holdener (links) und Michelle Gisin (Zweite von links) waren Teilhaberinnen der Nutriathletic AG โ und arbeiteten auch mit.Nutriathletic
Noch vor sieben Monaten feierten die Nutriathletic-Grรผnder und -Inhaber Verena und Piero Fontana einen Meilenstein: Der Detailhรคndler Coop nahm das neue Sportwasser Shape ins Sortiment von 25 Coop-To-Go-Filialen in der ganzen Schweiz auf. Ein Meilenstein, dachte sich Piero Fontana. Was also ist schiefgelaufen?
Firmenchef gibt Zulieferer Schuld am Aus
Der Firmenchef nennt im Gesprรคch mit Blick als Grund fรผr die Pleite grosse Probleme mit einem Zulieferer. Mit diesem tobt seit lรคngerem ein รผbler Knatsch. ยซWir hatten massivste Qualitรคtsproblemeยป, sagt er. So seien Waren lange nicht erhรคltlich gewesen, das Start-up konnte nicht liefern. ยซUnd als sie dann da waren, waren sie nicht marktkonformยป, so Fontana. Er spricht von ยซfalschen Geschmacksrichtungenยป und gar ยซabgelaufenem Proteinpulver in einer Chargeยป.
Der Konflikt trieb die Firma Mitte Dezember 2025 schliesslich in die Nachlassstundung โ und nun in die Liquidation. Die Marke Nutriathletic verschwindet aber nicht. Die Dr. Fontana Lab GmbH, die Firma von Fontanas Frau, hat diese gekauft โ und betreibt sie nun weiter. Ob die beiden Ski-Stars auch bei der neuen Firma wieder als Teilhaberinnen mit an Bord sind, ist unklar. Fontana sagt lediglich: ยซVerschiedene Alt-Aktionรคre bleiben investiert.ยป