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KI fordert Chefs heraus

Bessere Führung durch Selbstreflexion

KI verändert die Arbeitswelt. Manager und Chefinnen sind in ihren Führungsfähigkeiten gefordert: Fachwissen ist gut, Menschlichkeit ist besser.

Maren Meyer

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Führung beginnt bei einem selbst: Es hilft, wenn man erkennt, wie man mit Stress umgeht. Made with Google AI / Julie Body, Diese Illustration wurde von einem KI-Modell generiert und von einem Menschen überprüft und finalisiert.
Sie sei «zu nett» für den Job als Führungsperson, sagte man ihr. Trotzdem wurde Laura Bornmann mit gerade mal 28 Jahren zur Leiterin der Personalentwicklung beim deutschen Detailhändler Rewe befördert. Aber nur, weil ihr Vorgesetzter ihr Potenzial erkannte. Bornmann übernahm Verantwortung für rund 18'000 Mitarbeitende. Sie blieb nahbar, sprach offen über ihre Schwächen und erkannte: «Man muss nicht unnahbar sein, um respektiert zu werden und erfolgreich zu führen.»
In ihrem Buch «New Leadership» beschäftigt sich die ehemalige Managerin und heute selbstständige Beraterin nun weiterhin mit der Frage, was eine Führungskraft mitbringen muss, um Angestellte motivieren und erfolgreich führen zu können. Die Frage klingt erst mal nicht neu. Aber die schnell voranschreitende Entwicklung von künstlicher Intelligenz (KI) stellt Unternehmen und Führungskräfte vor neue Herausforderungen. KI verändert Jobs, Arbeitsabläufe und Ansprüche an Angestellte und Vorgesetzte – und führt so auch zu Unsicherheiten: Beschäftigte stellen sich vermehrt die Frage, ob sie ihren Job in absehbarer Zeit an KI verlieren werden.

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