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Nach 127 Jahren ist Schluss

Musik Hug gibt Traditionsstandort in Zürich auf

Am Zürcher Limmatquai verstummt die Musik. Das Traditionsunternehmen Musik Hug verlässt nach 127 Jahren seinen Stammsitz – und zieht in Richtung Paradeplatz.

Sven Schumann

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So sah das Stammhaus von Musik Hug vor 2024 aus. Seither belegt Sportartikelhersteller On die Frontseite. Stefan Bohrer

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Für Musik Hug endet eine Ära: Das traditionsreiche Musikgeschäft gibt seinen Stammsitz am Limmatquai in Zürich auf, wie dieses am Dienstag bekannt gibt. 1872 eröffnete Musik Hug den ersten Laden direkt an der Limmat. 27 Jahre später erfolgte dann der Wechsel ins Nachbarhaus am Limmatquai 28, der heutigen Adresse. Nun folgt nach 127 Jahren ein weiterer Umzug.
Im Oktober zügelt Musik Hug mit seiner Stadtzürcher Filiale an die andere Seite der Limmat. Ab Herbst verkauft das Unternehmen seine Blas-, Tasten-, Saiten- und Streichinstrumente am Talacker in der Nähe des Paradeplatzes. Der neue Standort ist nicht bloss ein Verkaufsladen, er soll ein «Erlebnisort» sein. So entstehen dort Testräume zum Proben und ein Mietlager. Im Zentrum stehe ein multifunktionaler Raum, der sich für Konzerte und Workshops umnutzen lasse, wie es in der Mitteilung heisst.

Neu an noch zentralerer Lage

Der Umzug kommt nach einem Hin und Her in den letzten Jahren. Bereits Anfang 2023 kündigte Musik Hug an, aus dem Stammhaus ausziehen zu wollen. Die Miete sei zu hoch, man suche deshalb einen günstigeren Standort, hiess es damals. Doch kurze Zeit später die Wende. «Wir bleiben am Limmatquai präsent und haben unseren Mietvertrag verlängert», teilte das Unternehmen mit. Seither teilt sich Musik Hug das Haus am Limmatquai mit dem Sportartikelhersteller On. Eine Gemeinschaft, die nach nur zwei Jahren endet.

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War es also der Mietpreis, der Musik Hug nun doch zum Umzug bewegt? Auf Anfrage von Blick verneint dies Sprecher Karim M'Rad. Man verspreche sich vom neuen Standort eine grössere Sichtbarkeit bei den Kundinnen und Kunden. «Als sich die Möglichkeit ergab, näher ins Zentrum Richtung Paradeplatz zu rücken und damit deutlich präsenter zu werden, war der Entscheid klar», sagt er gegenüber Blick. Und betont: «Wir bleiben der Stadt Zürich auch nach 219 Jahren treu.»
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