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Immobilienmarkt in den Bergkantonen

Zweitwohnungen sind nun auch abseits der touristischen Hotspots gefragt

Trotz Gesetz steigt der Anteil an Ferienwohnungen in touristischen Gemeinden weiter – neu auch in weniger gefragten Regionen. Woran das liegt.

Maren Meyer

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In Davos GR ist der Anteil an Zweitwohnungen zwischen 2020 und 2025 gestiegen. RaphaΓ«l Dupain

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An der Promenade in Davos GR entsteht etwas, das es dort eigentlich nicht mehr geben sollte: Neue Zweitwohnungen. Zwischen 1,7 und 4,6 Millionen Franken kostet eine der sechs Einheiten in der «Casa Parsenn». Und in der Überbauung «Residence Promenade 136» mit 23 geplanten Einheiten bekommt man für 3,4 Millionen eine 4,5-Zimmer-Wohnung. Visualisierungen auf Immobilienplattformen zeigen moderne Wohneinheiten.
In Davos kamen in den letzten fΓΌnf Jahren 439 Einheiten zum Bestand hinzu, der Zweitwohnungsanteil liegt mittlerweile bei 59 Prozent. Diese Entwicklung geht zulasten von Erstwohnungen. Β«Wir haben einen VerdrΓ€ngungseffekt von 55 Erstwohnungen pro JahrΒ», sagt Philipp Wilhelm, Landammann von Davos. Die Nachfrage nach Zweitwohnungen sei seit 2021 stark gestiegen. Die Folge: Β«Eine grosse Welle von Umnutzungen.Β» Erstwohnungen werden in Zweitwohnungen umgewandelt.

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