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Kuratieren statt horten: Warum weniger Besitz mehr Klarheit bringt

Überladene Wohnräume belasten die Psyche und blockieren die Erholung nach der Arbeit. Wer seine Umgebung bewusst reduziert, gewinnt mentale Klarheit zurück. Ordnungsexpertin Theresa Ulrich erklärt, wie ein minimalistisches Zuhause als Oase für den Kopf fungiert.

Spacious empty living room with wooden flooring
So steril muss es nicht sein: Das Ziel von Minimalismus im Wohnraum ist nicht Kälte, sondern ein harmonisches Umfeld, das den Kopf entlastet. Getty Images/Westend61
Wenn von Minimalismus im eigenen Zuhause die Rede ist, denken viele sofort an kahle Wände, sterile Möbel und eine kühle, ungemütliche Atmosphäre. Für die Minimalismus-Coachin Theresa Ulrich ist das ein grosses Missverständnis.
«Minimalismus hat für mich nichts mit einem bestimmten Einrichtungsstil zu tun», stellt die zertifizierte Ordnungsexpertin klar. «Für mich bedeutet das vor allen Dingen Fokus auf das Wesentliche. Es ist das Gefühl, den Überblick zu haben, mich zu Hause entspannen zu können und nicht von Dingen erdrückt zu werden.» Wenn jeder Gegenstand einen Zweck erfüllt, einen festen Platz hat und bewusst ausgewählt wurde, entstehe oft automatisch ein reduzierter und hochwertigerer Look.
Expertin
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Theresa Ulrich ist Gründerin der Marke «Mrs. Minimal» und arbeitet als Minimalismus-Expertin und Ordnungscoachin mit Privatpersonen und Unternehmen. Ihr Fokus liegt auf der Frage, wie Besitz, Konsum und permanente Reizflut unsere Konzentration und Lebensqualität beeinflussen. In Workshops, Vorträgen und Coachings unterstützt sie Menschen dabei, sowohl physischen als auch mentalen Ballast zu reduzieren – für mehr Klarheit, Ordnung und Leichtigkeit.

Das eigene Zuhause bewusst kuratieren

Den oft gehörten Einwand, dass Räume ohne viel Zierrat kalt oder steril wirkten, lässt die Expertin nicht gelten. Das Gegenteil sei der Fall: Wenn das Überflüssige entfernt werde, komme das Schöne erst richtig zum Vorschein. Lieblingsstücke, besondere Materialien oder Möbel mit Geschichte erhalten so erst den Raum, den sie brauchen, um zu wirken.
«Für mich geht es darum, das eigene Zuhause bewusst zu kuratieren», erklärt Ulrich. «Das Ziel ist nicht, möglichst viel wegzuräumen, sondern gezielt auszuwählen.» Zwischen einer komplett überladenen Wohnung und einer kargen Kammer gebe es viele individuelle Möglichkeiten.

Wann ein Designklassiker echten Mehrwert hat

Um im Alltag zwischen echtem Mehrwert und unnötigem Ballast zu unterscheiden, braucht es zuerst Klarheit darüber, welche Atmosphäre und welche Funktion ein Raum eigentlich haben soll. Erst dann lässt sich entscheiden, welche Gegenstände diese Grundstimmung unterstützen.
Ein Designklassiker hat laut Ulrich nur dann einen Wert, wenn er tatsächlich genutzt wird oder dem Raum bewusst etwas gibt. Sie erinnert sich an einen Kunden, der einen teuren Designerstuhl im Schlafzimmer stehen hatte: «Der war komplett unter Kleidung begraben und kam null zur Geltung. Erst durch das Aussortieren und durch neue Routinen, die die Ordnung im Alltag aufrechterhalten, konnte das Möbelstück wieder erstrahlen.» Schliesslich nützen die schönsten Möbel nichts, wenn sie sich im Raum nicht entfalten können.

Der vollelektrische Volvo ES90

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Volvo
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Volvo
Mit dem vollelektrischen ES90 überträgt Volvo das Prinzip der bewussten Reduktion auf eine Premium-Limousine. Im Innenraum spiegelt sich diese Philosophie in einem reduzierten Cockpit wider, das fast vollständig auf physische Knöpfe verzichtet und die Bedienung auf einem zentralen Display konzentriert. Eine hochentwickelte akustische Isolierung sorgt zudem für Stille im Innenraum. Die technologische Basis bildet eine moderne 800-Volt-Architektur, die eine Ladeleistung von bis zu 310 kW ermöglicht. Damit lässt sich die Batterie an einer Schnellladesäule in 22 Minuten von 10 auf 80 Prozent aufladen. Mit einer kombinierten elektrischen Reichweite von bis zu 679 Kilometern (nach WLTP) ist die Limousine konsequent auf komfortables Reisen auf Langstrecken ausgelegt.

Die Psychologie des Wohnens

Dass uns Unordnung und ein überladener Raum mental belasten, ist wissenschaftlich erwiesen. Ulrich verweist auf den Psychologen James Gibson und den von ihm geprägten Begriff der «Affordance» (Aufforderungscharakter): «Alle Dinge, die uns umgeben, senden Botschaften an uns, und zwar permanent.»
Die herumliegenden Schuhe signalisieren unbewusst «räum mich weg», alte Unterlagen rufen «ich bin noch eine unerledigte Aufgabe» und das ungenutzte Sportgerät erinnert uns mahnend daran, dass wir eigentlich trainieren wollten. Unser Zuhause beeinflusst so ständig unsere Aufmerksamkeit und unser Stresslevel. Ulrich rät deshalb, sich eine zentrale Frage zu stellen: «Wozu möchte ich in meinem Zuhause eingeladen werden? Zur Ruhe, Entspannung oder zu Fokus im Arbeitszimmer? Oder zu noch mehr To-dos, die eigentlich nie enden?»
Nach einem anstrengenden Arbeitstag braucht das Nervensystem Räume, die es beruhigen, statt ständig neue Reize zu senden. Weniger zu besitzen, ist daher kein Selbstzweck, sondern eine konkrete Möglichkeit, mental aufzutanken.

Warum die Veränderung im Schlafzimmer beginnt

Wer seine Räume stilvoll reduzieren möchte, sollte an einem Ort beginnen, der viele überrascht: im Schlafzimmer. «Es ist der Raum, in dem wir den Tag beenden, neue Energie sammeln und den Tag wieder beginnen», so Ulrich. «Wenn hier visuelle Ruhe herrscht, verändert das viel. Selbst mit geschlossenen Augen nehmen wir die Atmosphäre des Raumes wahr, und das hat einen massiven Einfluss auf unsere Schlafqualität, die Erholung und unser Stresslevel.»
Deshalb plädiert die Minimalismus-Coachin dafür, in diesem Bereich konsequent auf Ablenkung zu verzichten. To-do-Listen, Arbeitsunterlagen oder Sportgeräte sollten strikt aus der Ruhezone verbannt werden. Das gilt auch für digitale Bildschirme. Die Expertin selbst lebt es konsequent vor: «Mein Smartphone bleibt abends bewusst vor der Schlafzimmertür. Damit verhindere ich ganz gezielt, vor dem Einschlafen noch stundenlang gedankenlos zu scrollen und wertvolle Erholungszeit zu opfern.»
Am Ende zeigt der Alltag mit weniger Besitz, dass der bewusste Verzicht auf Ballast oder Gegenstände keine Einschränkung bedeutet. Er befreit das Leben vom täglichen Stress und schenkt uns genau das zurück, was im anspruchsvollen Alltag oft zu kurz kommt: mehr Leichtigkeit, mehr Fokus und wertvolle Zeit zur Regeneration.
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Dieser Beitrag wurde vom Ringier Brand Studio im Auftrag eines Kunden erstellt. Die Inhalte sind redaktionell aufbereitet und entsprechen den Qualitätsanforderungen von Ringier.
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