Die Expansion der Migros Zürich nach Deutschland mit Tegut ist ein Desaster, das Unternehmen wird verkauft. Doch die Käufer von Tegut haben keinen Bedarf an der Zentrale.
Karin Kofler
Mit Tegut wollte die Migros Zürich den deutschen Markt erobern. Das ging gründlich schief.imago images/Arnulf Hettrich
Die Migros Zürich will ihr grosses Sorgenkind Tegut loswerden, das ist seit März bekannt. Der relativ komplexe Verkaufsprozess für die deutsche Lebensmittelkette ist in vollem Gange. Doch für die Mitarbeitenden der Tegut-Zentrale im hessischen Fulda hat sich die Zukunft bereits jetzt geklärt: Sie müssen sich nach einem neuen Job umsehen.
Denn der Tegut-Sitz wird Ende März 2027 geschlossen. 470 Mitarbeitende wurden offenbar vergangene Woche über ihre Kündigung informiert. Dies teilt das Lokalblatt «Fuldaer Zeitung» mit. Die Sprecherin der Migros Zürich hat das Vorgehen in diesem Bericht bestätigt: «Die Kündigungen stehen in direktem Zusammenhang mit dem im März 2026 angekündigten Verkauf von Tegut», schreibt das Blatt.