Der längst fällige Schritt zur Einheitsgenossenschaft wird die Migros nach vorne bringen – wenn sie das Anliegen durchbringt. Zehn Fragen sind offen beim M-Generationenprojekt.
Die Migros auf dem Weg zur Gruppengenossenschaft: Ein grosser Plan. Und zehn Fragezeichen.Tessy Ruppert / Dieses Visual wurde von einer Person gestaltet und mit Hilfe von KI umgesetztNold-Economy: Sie will das orange Mund den ganzen Konzern vom zehnteiligen Tatzelwurm in die Gruppengenossenschaft überführen: Migros-Präsidentin Ursula Nold.Stefan BohrerGrégory Décaillet: Der Romand ist Chef der Migros-Genossenschaft Genf. Früher war er lange Jahre bei Manor.migrosGuido Rast: Das Migros-Urgestein führt die Genossenschaft Luzern und ist Präsident der Supermarkt AG.migrosThomas Eisele: Der aktuelleTransformations-Chef der Migros bringt auch Expertise von aussen ein.Noë FlumDas Erbe des Gottlieb Duttweiler: 1941 wandelte der Migros-Gründer seine Aktiengesellschaft in eine Genossenschaft um und «schenkte» sie der Schweiz. Nun steht die Gruppe vor ihrer grössten Strukturreform.Photopress-ArchivSteht für gute Beziehungen: Migros-Chef Mario Irminger auf Stallvisite. Zwischen Knospe, Kuh und Kasse – ob und wie der wachsende Preisdruck auch die Produzentenpreise erfassen wird, ist und bleibt ein heisses Thema.Simone Barth
1. Warum hat die Migros kein richtiges Non-Szenario für die Abstimmung?
Weil sie offenbar felsenfest vom Erfolg überzeugt ist. Die Migros-Urabstimmung Mitte 2027 ist mit zwei Hürden ausgestattet (siehe auch Frage 6), die nicht einfach zu nehmen sein werden. Gibt es einen Plan B für den Fall, dass es nicht klappt mit einem landesweiten Ja? Gibt es nicht.