Abo
Nach Agenturbericht

EMS-Chefin Martullo-Blocher reagiert ungewohnt nervös

Der Spezialchemiekonzern EMS mokiert sich ­über eine Agenturmeldung der SDA. Gelassenheit wäre angebracht.

Ueli Kneubuehler Rinigier

file84p6kx9iri8q6g8xpqq
Dünne Haut: EMS-Chefin Magdalena Martullo-Blocher behauptet sich in schwierigem Umfeld und zeigt sich gleichwohl nervös. Keystone

Werbung

Die Nerven in Domat/Ems schienen am 3. Februar 2026 angespannt gewesen zu sein. Die Nachrichtenagentur SDA publizierte eine Analyse zur EMS-Chemie im Hinblick auf die drei Tage später anstehenden Jahreszahlen. Gewöhnliche SDA-Berichterstattung. Doch dem von Magdalena Martullo-Blocher geführten Unternehmen platzte der Kragen. Der Konzern verschickte umgehend eine Mitteilung mit dem Titel «EMS-Gruppe dementiert die Aussagen zum Automarkt der Keystone-SDA» und verwies auf Zahlen des Datenanbieters GlobalData, wonach der Automarkt 2025 gewachsen sei.
Obwohl EMS gut 60 Prozent des Umsatzes mit Polymeren erwirtschaftet, aus denen Autoteile gefertigt werden, ist die Nervosität ungewöhnlich. Der Tenor im Artikel ist nicht falsch. In den traditionellen Märkten wächst der Automarkt schleppend. Und Europa ist mit einem Umsatzanteil von 51 Prozent der mit Abstand wichtigste EMS-Markt. Stärker entwickelt sich der Automarkt in China. Gelassenheit wäre angezeigt. Das Ergebnis war ordentlich. Dem etwas tieferen Umsatz stehen überraschend gute Margen gegenüber. Und der hohe Cashflow sucht seinesgleichen.
Über die Autoren

Werbung