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Neustart im Maschinenraum von Big Pharma

Die neue Spitze mit Jean-Marc Huët und Wolfgang Wienand hat Lonza im Rekordtempo aufgestellt. Nun schrauben sie ihre Ziele nach oben. Warum die Wette aufgehen könnte.

Seraina Gross Handelszeitung

CEO Wolfgang Wienand kam von Siegrfied, und Verwaltungsratspräsident Jean-Marc Huët verkaufte bei Heineken Biere, bevor er zu Lonza kam.
CEO Wolfgang Wienand kam von Siegrfied, und Verwaltungsratspräsident Jean-Marc Huët verkaufte bei Heineken Biere, bevor er zu Lonza kam.Keystone

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Manchmal weht auch über der Provinz ein Hauch von Geschichte. Im Jahr 2000 gingen im kalifornischen Vacaville die ersten Chargen des Brustkrebsmedikaments Herceptin vom Band, mit denen Roche mehr als 100 Milliarden Franken einnehmen sollte. Es war die erste Produktionsanlage dieser Grössenordnung für die biologisch hergestellten Medikamente, die damals die Krebsmedizin revolutionierten. Nun ist die Anlage, in der genmodifizierte Säugetierzellen in gewaltigen, glänzenden Bioreaktoren hochkomplexe Moleküle herstellen, wieder Schauplatz einer Wachstumsstory, diesmal von Lonza.
1,2 Milliarden Franken hat sich der Basler Pharmazulieferer die Übernahme des prestigeträchtigen Werks kosten lassen. Nun nimmt Konzernchef Wolfgang Wienand nochmals 500 Millionen Franken in die Hand, um aus dem auf die Anforderungen von Roche zugeschnittenen One-Trick-Pony eine Anlage zu bauen, die es erlaubt, auf die vielfältigen Bedürfnisse seiner grossen Kunden einzugehen. Die Volumina, die Roche in Vacaville produzierte, hat Lonza mit Produkten anderer Kunden kompensiert. In wenigen Jahren soll die ausufernde Anlage unweit der legendären Interstate 80 2 Milliarden Franken in die Kassen spülen. Bei einem Umsatz von aktuell 6,5 Milliarden kommt das einem Quantensprung gleich.
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