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KI in der Führung

Der geklonte CEO

Mark Zuckerberg lässt einen KI-Doppelgänger von sich erstellen, mit dem Angestellte chatten können – ein möglicher Trend mit Risiken.

Constantin Gillies

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Der KI-Klon von Facebook-Gründer Mark Zuckerberg soll nicht nur aussehen und klingen wie er, sondern sich auch so verhalten. Montage: Visual: Julie Body, Foto: B. SMIALOWSKI/AFP, Dieses Visual wurde von einer Person gestaltet und mit Hilfe von KI umgesetzt

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Persönlich mit dem CEO sprechen zu können, ist bislang ein Privileg Weniger. Doch für die 78'000 Angestellten des US-Konzerns Meta soll es bald zum Alltag gehören. Denn Chef Mark Zuckerberg lässt gerade mithilfe von künstlicher Intelligenz (KI) einen digitalen Doppelgänger von sich anfertigen. Dieser soll nicht nur aussehen und klingen wie er, sondern sich auch so verhalten. Trainiert wird die KI mit öffentlichen Auftritten und Aussagen des Facebook-Gründers. Mit dem digitalen Mark sollen die Mitarbeitenden künftig wie mit anderen Kollegen chatten können.
Zuckerberg, der das Projekt angeblich persönlich überwacht, ist mit der Idee nicht allein. Auch Sebastian Siemiatkowski, CEO des Finanzdienstleisters Klarna, hat einen KI-Klon von sich erschaffen. Kunden und Kundinnen können ihn über eine Telefon-Hotline erreichen, um Fragen zu stellen oder Verbesserungsvorschläge zu machen. Beim Fahrdienst Uber haben die Mitarbeitenden ihren Chef Dara Khosrowshahi digital nachgebaut – als Sparringspartner. Bevor sie ihrem echten Chef eine Idee präsentieren, können sie mit «Dara AI» üben. Gehört der persönliche KI-Klon bald auch für Schweizer CEOs zum Alltag?

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