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Sexismus-Skandal mit Chatbot

Keller-Sutter hat genug – jetzt folgt die Strafanzeige

Mit Hilfe des KI-Chatbots von Elon Musk liess ein 75-jähriger Nutzer Karin Keller-Sutter sexistisch beleidigen. Nun erstattet Keller-Sutter Anzeige.

Patrick Gerber

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Karin Keller-Sutter wurde mit Hilfe des KI-Bots Grok sexistisch beleidigt – nun erstattet sie Anzeige. keystone-sda.ch

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Bundesrätin Karin Keller-Sutter (62, FDP) wurde mithilfe von Elon Musks KI-Chatbot Grok sexistisch beleidigt. «Ganz hart rannehmen, mit total verf**ktem Gassen-Slang» – diese Anweisung gab ein 75-jähriger Nutzer dem Sprachtool. Grok antwortete prompt. Die Konversation konnte von allen Nutzern der Plattform X mitgelesen und weiterverbreitet werden, wie der «Tages-Anzeiger» berichtet.
Obwohl der Post spätestens am 12. März gelöscht wurde, erstattet Keller-Sutter nun Anzeige. Das erklärte Keller-Sutters Departement gegenüber der Zeitung. Falls sie damit Erfolg hat, ist noch unklar, wer am Schluss zur Rechenschaft gezogen werden kann. Die Plattform X von Elon Musk (54), die die Konversation veröffentlicht hat? Der Betreiber des Chatbots – oder der besagte Nutzer?

«Keine einschlägige Rechtssprechung»

Genau diese Frage könnte zu einem spannenden Politprozess führen, erklärt Monika Simmler, Strafrechtsprofessorin an der Universität St. Gallen, im «Tages-Anzeiger». Es gebe «diesbezüglich noch keine einschlägige Rechtssprechung». Die Rechtswidrigkeit dieses Verhaltens sei jedoch unbestritten.
Auch für Karin Keller-Sutter ist klar, dass man «sich gegen derartige frauenfeindliche Äusserungen ganz grundsätzlich zur Wehr setzen und die Täter in ihre Schranken weisen» müsse, wie ihr Sprecher sagte. Die Grenzen der Meinungsäusserungsfreiheit seien überschritten – es gehe um die Herabwürdigung als Frau.

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