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Schluss mit Glattbügeln

Persönlichkeit statt Perfektion auf Linkedin und Co.

Personal Branding lebt nicht von inszenierter Perfektion, sondern von Ecken, Kanten und einer erkennbaren Persönlichkeit.

Hannah Jauch

«Personal Branding bedeutet nicht, ein perfektes Bild von sich zu zeichnen», sagt Marketing-Expertin Karina Audrey Jeker.
«Personal Branding bedeutet nicht, ein perfektes Bild von sich zu zeichnen», sagt Marketing-Expertin Karina Audrey Jeker.Tessy Ruppert / Dieses Visual wurde von einer Person gestaltet und mit Hilfe von KI umgesetzt

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Personal Branding? «Das ist nur etwas für Selbstdarsteller.» Der Vorwurf ist weit verbreitet. Viele verbinden den Begriff mit makellosen Linkedin-Profilen, selbstbewussten Erfolgsgeschichten und dem ständigen Versuch, sich perfekt zu inszenieren. Wer sich beruflich sichtbar macht, so die Sorge, wirkt schnell aufdringlich oder unecht.
Verstärkt wird dieses Unbehagen durch die Entwicklung der Plattformen. Linkedin, eigentlich ein berufliches Netzwerk, wird von vielen heute als Bühne genutzt. Angesichts all der Karriere-News, Fachartikel, Webinare und Erfolgsmeldungen der anderen entsteht leicht das Gefühl, ständig präsent sein zu müssen, um nicht übersehen zu werden. In Blogbeiträgen ist bereits von «Linkedin-Fatigue» die Rede – einer Ermüdung aufgrund des permanenten Stroms an Informationen und des Drucks, sichtbar zu bleiben. Eine aktuelle Studie kommt zu einem ähnlichen Schluss: Nicht einzelne Beiträge sind das Problem, sondern ihre schiere Menge. Durch Informations- und Kommunikationsüberlastung ermüdete Nutzer neigen öfter dazu, sich vorzunehmen, Linkedin künftig seltener zu nutzen.

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