Wer sich in diesen Tagen in der Reisebranche umhört, spürt die Anspannung. Mit dem Ausbruch des Iran-Kriegs Anfang März ging es los. Es galt, Tausende von Passagieren aus den Emiraten und von anderen Destinationen unter schwierigen Umständen heimzuholen. Seither haben die Reiseprofis keine Ruhe. Die Auseinandersetzung im Nahen Osten hält an, und mittlerweile ist eine neue, noch gravierendere Bedrohung dazugekommen: Kerosinmangel.
Die deutsche Lufthansa-Gruppe hat deswegen bereits 20'000 Flüge gestrichen. Seit Kriegsbeginn hat sich der Kerosinpreis fast verdoppelt, und in vielen Ländern droht eine Knappheit des Flugzeugtreibstoffs: An europäischen Flughäfen reichen die Vorräte noch bis Ende Mai. Bleibt die Seestrasse zwischen dem Iran und Oman weiter geschlossen, drohen erste Engpässe.