Locker und mit energetischem Blick betritt Tatjana Haenni, seit Januar CEO des Bundesligisten RB Leipzig, den Konferenzraum am modernen Hauptsitz des Vereins unweit der Red Bull Arena. Die Bernerin ist die erste Chefin eines Bundesligavereins und steht dadurch stark unter Beobachtung.
In der Schweiz war die Euphorie gross, weil der Aufsteiger FC Thun eben Meister geworden ist. Was löst das bei Ihnen als Bernerin aus?
Viel Sympathie. Thun ist eine schöne Underdog-Geschichte. Ein Verein, der kleiner ist und weniger Möglichkeiten hat als andere und trotzdem durch gute und konstante Arbeit diesen Erfolg erzielen konnte. Auf der anderen Seite ist Thuns Meistertitel auch eine Niederlage für die anderen Klubs. Aber solche überraschenden Geschichten machen den Sport aus.