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Die Aktie der Biotech-Firma ist einer der ganz grossen Gewinner 2025. Jetzt gabs noch positive Studiendaten und eine Ehrung obendrauf.
Neustart: Unter Srishti Gupta kehrte das Vertrauen in die lange kriselnde Idorsia zurück.
Kostas Maros für BILANZWerbung
Um rund 400 Prozent ist der Aktienkurs von Idorsia seit dem 1. Januar nach oben geschossen (Stand 15. Dezember) und gehört damit zu den ganz grossen Erfolgsgeschichten in diesem Jahr. Lange hatte es so ausgesehen, als sei dem Gründerehepaar Jean-Paul und Martine Clozel bei ihrer zweiten Gründung nach Actelion – die Firma wurde 2017 für 30 Milliarden Dollar an Johnson & Johnson verkauft – nicht das gleiche Glück beschert. Die im Juni 2017 gestartete Idorsia legte zwar voller Elan los, doch die entwickelten Medikamente fanden keinen Zugang in den Markt, die Verluste summierten sich, die Finanzmittel wurden knapp. 2023 musste Clozel 75 Millionen an eigenem Geld einschiessen, der Kurs stürzte ab, die Aktie wurde zum Pennystock.
Die Wende kam mit einer Reihe personeller Wechseln: 2024 zog sich Jean-Paul Clozel auf das Präsidium zurück und übergab an Finanzchef André Muller, einen Zahlenmenschen vom Typus Buchhalter, der frische Mittel beschaffte und die Firma finanziell stabilisierte. Diesen Sommer rückte dann die vormalige Verwaltungsrätin Srishti Gupta auf den CEO-Sessel nach, um auch operativ den Neuaufbruch zu stemmen. Mit Erfolg: Die Verkaufszahlen sind nach oben geschossen, die Profitabilitätsziele rücken in Reichweite.
Das Geschick von Idorsia beruht stark auf zwei Produkten: einem Schlafmittel und einem Blutdrucksenker. Bei beiden gab es jetzt ein vorweihnachtliches Geschenk: Beim Blutdrucksenker Aprocitentan konnten erfreuliche Ergebnisse aus einer Phase-III-Studie verkündet werden, und für ihren Ansatz in der Bekämpfung von Schlafstörungen erhielt Idorsia den renommierten Prix Galien. Dieser gilt als eine Art Nobelpreis der Life-Sciences-Branche.
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