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Kryptomarkt

82 Millionen pro Person

Keine Firma der Welt scheffelt pro Mitarbeiter mehr Geld als Hyperliquid. Tether wurde auf den zweiten Platz verdrängt. Beide kommen aus der Kryptoindustrie.

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Die dezentralisierte Welt befindet sich im sogenannten Kryptowinter. Einige Unternehmen aus der jungen Industrie kommen mit den frostigen Temperaturen offenbar aber sehr gut zurecht. Die dezentrale Kryptobörse Hyperliquid zählt sogar zu den profitabelsten Unternehmen der Welt. Im Vorjahr hat Hyperliquid mit nur elf Mitarbeitern einen Nettogewinn von über 900 Millionen Dollar zustande gebracht. Pro Kopf sind das fast 82 Millionen Dollar. Bei der CME Group, der grössten US-Terminbörse, kommt jeder Mitarbeiter auf 1,7 Millionen Dollar. Beim Highflyer Nvidia sind es ebenso viel. Der Genfer Rohstoffhändler Vitol soll 2025 rund 4,5 Milliarden Dollar Gewinn gemacht haben und ist mit 2,3 Millionen pro Mitarbeiter (1900) in der Schweiz Spitzenreiter.
Hyperliquid wurde 2022 vom ehemaligen Quant-Trader Jeff Yan gegründet. Die Plattform operiert auf einer Blockchain, beschränkt sich jedoch keineswegs auf Kryptoanlagen. Ob Öl, Silber, SpaceX oder Prognosemärkte: Hyperliquid profitiert von jedem Trend. Allein im ersten Quartal 2026 wurde ein Tradingvolumen von über 492 Milliarden Dollar verarbeitet. 98 Prozent der Erlöse verbleiben als Gewinn. Der wird fast zur Gänze über Rückkäufe an die Token-Inhaber ausgeschüttet. Ziel des Unternehmens ist es, zur grössten und liquidesten Handelsplattform der Welt zu werden.

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Das Wasser reichen kann Hyperliquid nur Stablecoin-Riese Tether. Das Unternehmen verkauft Stablecoins, die mit US-Staatsanleihen hinterlegt sind. Der Zins, in den USA immerhin vier Prozent, wird kassiert. Die vom Italiener Paolo Ardoino geführte Firma hat im Vorjahr einen Nettogewinn von rund zehn Milliarden Dollar erzielt. Auf jeden der 200 Mitarbeiter, die Tether Ende Jahr beschäftigte, entfallen somit 50 Millionen Dollar.
2026 dürfte Tether weiter hinter Hyperliquid zurückfallen. Die Zahl der Mitarbeiter soll bereits bei über 300 liegen. Zudem fiel der Nettogewinn im ersten Quartal mit 1,04 Milliarden Dollar gegenüber der Vorjahresperiode deutlich bescheidener aus. Die Korrektur der Preise für Gold und Bitcoin, die Tether neben den US-Treasuries als Reserven hält, wirkte sich negativ aus.

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