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Expertentipp

Was Ihr Vorsorgeausweis Ihnen verrät

Allzu oft wird der Vorsorgeausweis ungelesen abgelegt, dabei verbirgt sich darin ein Stück Zukunft: die Angaben zu den Vorsorgeleistungen nach der Pensionierung. Experte Maurizio Russo erklärt, wie der Ausweis richtig interpretiert wird.

Groupe Mutuel

Groupe Mutuel Expertentipp Maurizio Russo
Maurizio Russo, Teamleiter Kundendienst BVG Deutschschweiz bei der Groupe Mutuel. groupemutuel.ch
Der Vorsorgeausweis wird bei jeder Änderung des Lohns oder des Beschäftigungsgrads und mindestens einmal pro Jahr verschickt. Er ist persönlich und wird niemals an den Arbeitgeber weitergeleitet. Er beinhaltet hauptsächlich folgende Angaben:
  • Lohn: in der Regel einerseits der gemeldete Fixlohn sowie – sofern versichert – regelmässige variable Lohnbestandteile wie Boni, und andererseits der vom geltenden Vorsorgeplan abhängige versicherte Lohn.
  • Finanzierung: Höhe der vom Lohn des Versicherten abgezogenen Beiträge und der vom Arbeitgeber geleisteten Beiträge.
  • Voraussichtliche Altersleistungen: Leistung, die bei der Pensionierung als Rente, als Kapital oder in einer gemischten Form ausgezahlt wird.
  • Risikoleistungen: Höhe der Renten und/oder versicherten Kapitalleistungen im Falle von Invalidität oder Tod.
  • Freizügigkeitsleistung: angespartes Altersguthaben bzw. die der versicherten Person zustehende Austrittsleistung.
  • Weitere Informationen: ebenfalls erwähnt wird die provisorische Einkaufssumme in die 2. Säule oder der für den Erwerb von Wohneigentum verfügbare Betrag.

Verschiedene Pläne, verschiedene Leistungen

Das BVG legt einen Mindestrahmen fest, und jeder Arbeitgeber entscheidet selbst, welche Verbesserungen er für seine Mitarbeitenden vornimmt. Die Risikoleistungen richten sich nach dem vom Arbeitgeber gewählten Vorsorgeplan und sind im Falle einer Invalidität oder im Todesfall garantiert. Die Altersleistungen hingegen sind Hochrechnungen, die auf dem aktuellen Beschäftigungsgrad, dem gemäss geltendem Vorsorgeplan aktuellen versicherten Lohn sowie einem prognostizierten Zinssatz basieren. Sie hängen insbesondere von den im Vorsorgeplan festgelegten Altersgutschriften ab. Es ist daher möglich, dass zwei Personen gleichen Alters, die ihre Vorsorgeausweise vergleichen, sehr unterschiedliche Leistungen erhalten, selbst wenn die Löhne identisch sind.

Lieber spät als nie

Wer erst spät im Laufe der beruflichen Karriere feststellt, nicht ausreichend versichert zu sein, läuft Gefahr, nicht mehr adäquat reagieren zu können. Es ist daher wichtig, seinen Vorsorgeausweis zu verstehen, um eine allfällige Vorsorgelücke rechtzeitig zu schliessen. Beispielsweise kann man folgende Massnahmen in Betracht ziehen:
  • Freiwillige Einkäufe: Diese sind nicht nur steuerlich abzugsfähig, sondern ermöglichen vor allem eine Verbesserung der Altersleistungen. Dank der Zinseszinsen werden diese Einzahlungen bis zum Eintritt in den Ruhestand zu weitaus attraktiveren Zinssätzen verzinst als bei Banken. Dabei gilt zu beachten, dass die aus einem Einkauf resultierenden Leistungen innerhalb von 3 Jahren ab Einkaufsdatum nicht als Kapital bezogen werden dürfen.
  • Flexible Pensionierung: Wer seine Leistungen kennt, kann eine schrittweise Reduktion des Beschäftigungsgrades in Absprache mit dem Arbeitgeber planen. Im Falle einer Kapitalauszahlung ist es steuerlich vorteilhaft, die Pensionierung schrittweise vorzunehmen, d.h. in maximal drei Schritten im Rahmen des BVG.
Groupe Mutuel Expertentipp Vorsorgeausweis
Es lohnt sich, die zukünftigen Vorsorgeleistungen regelmässig zu überprüfen.Getty Images
Groupe Mutuel Expertentipp Vorsorgeausweis
Es lohnt sich, die zukünftigen Vorsorgeleistungen regelmässig zu überprüfen.Getty Images

Eine gute Simulation hat nichts Fussball zu tun

Versicherte, deren Arbeitgeber bei der Sammelstiftung Groupe Mutuel angeschlossen sind, haben Zugang zu unserem Versichertenportal, über das sie auf einfache, intuitive und sichere Weise ihren Vorsorgeausweis einsehen, aber auch Lebenssituationen mit Einfluss auf die Vorsorge wie Einkäufe, eine Scheidung, Ruhestandszenarien oder den Erwerb von Wohneigentum simulieren können. Wir unterstützen Unternehmen gerne bei der Planung von Informationsveranstaltungen zur Thematik. Ich möchte an dieser Stelle noch hinzufügen, dass ein guter Vorsorgeplan für den Arbeitgeber ein echter Vorteil ist, um Talente zu gewinnen und an das Unternehmen zu binden.

Groupe Mutuel – Expertentipp

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Mit rund 2600 Mitarbeitenden in der ganzen Schweiz steht die Groupe Mutuel im Dienst von mehr als 1,3 Millionen Einzelkunden und 31'600 Unternehmen. Als einzige umfassende Versicherung in der Schweiz positioniert sich die Groupe Mutuel als bevorzugte Ansprechpartnerin für Gesundheit und Vorsorge von Einzel- und Unternehmenskunden. Der Umsatz überschreitet 6,5 Milliarden Franken. Dank ihren massgeschneiderten Versicherungslösungen in den Bereichen Grundversicherung (KVG) und Zusatzversicherung (VVG) belegt sie den dritten Rang der Gesundheitsversicherer in der Schweiz. Als Leaderin für Personenversicherungen für Unternehmen bietet die Groupe Mutuel Unternehmen aller Grössen umfassende Lösungen in den Bereichen Krankentaggeldversicherung (KTG), obligatorische Unfallversicherung (UVG), Unfallzusatzversicherung (UVGZ) und berufliche Vorsorge (BVG).
Dieser Beitrag wurde vom Ringier Brand Studio im Auftrag eines Kunden erstellt. Die Inhalte sind redaktionell aufbereitet und entsprechen den Qualitätsanforderungen von Ringier.