Spektakulärer als die Gornergratbahn in Zermatt VS geht es kaum. Die elektrisch betriebene Zahnradbahn auf den Gornergrat bietet den Passagieren eine atemberaubende Rundumsicht auf das Schweizer Wahrzeichen schlechthin, das Matterhorn. Entsprechend prestigeträchtig ist die zweithöchste Bergbahn in Europa. Dieser Glanz strahlt auch auf Stadler Rail ab, denn der Zugbauer von Patron Peter Spuhler (67) hat sich einen Auftrag der Gornergrat Bahn AG geschnappt.
Der Thurgauer Hersteller liefert vier zusätzliche Zahnradtriebzüge des Typs Polaris, wie Stadler am Donnerstag mitteilt. Das Auftragsvolumen beträgt rund 30 Millionen Franken. Damit bauen die beiden Partner ihre Zusammenarbeit weiter aus. Bei der Gornergratbahn sind bereits Stadler-Züge im Einsatz. 2019 hat die Bahnbetreiberin aus Zermatt fünf solche Fahrzeuge bestellt. Und 2024 eines nachbestellt.
Stadler baut die Züge am Hauptsitz
Die neuen Zahnradtriebzüge sollen ältere Fahrzeuge ersetzen und damit die Flottenmodernisierung vorantreiben. Stadler stellt die Züge speziell für die anspruchsvollen Bedingungen der Strecke in der hochalpinen Umgebung her. An den steilsten Passagen muss die Bahn eine Neigung von 200 Promille überwinden. «Mit den zusätzlichen Polaris-Triebzügen investieren wir gezielt in Qualität, Komfort und Zuverlässigkeit», wird Egon Gsponer, CEO Matterhorn Gotthard Bahn und Gornergrat Bahn, in der Mitteilung zitiert. Stadler baut die Zahnradtriebzüge im Werk am Hauptsitz in Bussnang TG. Die Züge sind auf die Bedürfnisse der Reisenden ausgerichtet: Grosszügige Panoramafenster erlauben den Blick auf die majestätische Bergwelt der Walliser Alpen. Die Fahrzeuge verfügen über Niederflureinstiege und sind barrierefrei. Das moderne Innen- und Aussendesign stammt vom Designstudio Pininfarina aus Turin. Die Auslieferung ist für Herbst 2028 geplant. Bereits im Winter darauf gehen die neuen Züge in den Betrieb.