Schweizer Beauty-Riese will in den USA durchstarten
Milliarden-Kauf in der Hautpflege: Der Schweizer Dermatologie-Spezialist Galderma in Zug übernimmt das US-Unternehmen ZO Skin Health. Jetzt gehts an die Eroberung Amerikas.
Nicht zuletzt dank der "injizierbaren Kosmetik", also den zahlreichen Botox-Produkten, hat Galderma in neun Monaten mehr Umsatz geschrieben. (Archivbild)KEYSTONE/DPA-Zentralbild/Z1004Die Firma hat ihren Sitz in Zug.Samuel WalderDer Galderma-Hauptsitz in Zug. (Archivbild)KEYSTONE/Alexandra WeyDer französische Kosmetikkonzern L'Oréal will seinen Anteil am Schweizer Dermatologiespezialisten Galderma verdoppeln. (Archivbild)KEYSTONE/Alexandra Wey
Der Schweizer Dermatologie-Konzern Galderma baut seine Marktstellung in den USA massiv aus. Wie die Nachrichtenagentur Reuters mit Bezug auf Brancheninsider berichtet, übernimmt das Unternehmen mit Sitz in Zug den US-amerikanischen Spezialisten für medizinische Hautpflege, ZO Skin Health, vom Finanzinvestor Blackstone.
Mit dem Kauf stärkt Galderma sein Portfolio im lukrativen Markt für dermatologische Kosmetik und medizinische Hautbehandlungen.
Galderma zählt zu den weltweit führenden rein auf Dermatologie spezialisierten Unternehmen. Die Firma beschäftigt rund 7600 Angestellte weltweit. Galderma ist vor allem für Anti-Aging-Produkte bekannt. Dazu gehören Dermalfiller zum Aufspritzen von Falten oder Lippen sowie Injektionen, die ähnlich wie Botox Muskelkontraktionen hemmen. Dazu ist die Firma auch auf Derma-Kosmetik und therapeutische Dermatologie spezialisiert.
Schweizer bauen in Amerika aus
ZO Skin Health beschäftigt rund 700 Angestellte. Es ist eine führende US-Marke im Bereich der sogenannten «Medical Grade Skincare» (medizinisch gestützte Hautpflege). Die Produkte basieren auf hoch konzentrierten Wirkstoffen (wie Retinol, Vitamin C und spezifischen Säuren) und werden nicht im regulären Supermarkt verkauft, sondern fast ausschliesslich über Dermatologen, plastische Chirurgen und medizinische Spas vertrieben.
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Für Galderma fügt sich die Übernahme nahtlos in die Wachstumsstrategie ein. Der Schweizer Konzern verstärkt damit seine Präsenz in Nordamerika, nachdem erst im August ein neuer Hauptsitz für das US- und Lateinamerika-Geschäft in Miami eröffnet wurde.