Abo
Hydration Break

Was verdient die SRG mit den WM-Trinkpausen?

Die neuen Hydration Breaks an der diesjährigen Fussball-WM ermöglichen es der SRG, mehr Werbung zu schalten. Wie viel verdient sie damit?

Tim von Felten

file86nmzqq1d4nm95959wi
Leeres Spielfeld während der Hydration Break im MetLife-Stadion in New Jersey. Imago/HMB-Media

Werbung

Die Fifa hat ein Talent dafür, Fussballfans wütend zu machen. Mit den «Hydration Breaks» an der diesjährigen Weltmeisterschaft gelang es ihr erneut. Die beiden dreiminütigen Trinkpausen, in der Mitte der jeweiligen Halbzeit, finden neu unabhängig von der Temperatur statt. Fans bemängeln, dass sie den Spielfluss einer Partie verändern. Statt um die Gesundheit der Spieler gehe es der Fifa um die Finanzen, so der Verdacht – denn die Hydration Breaks erlauben es, mehr Werbung zu schalten. Das US-Medienunternehmen Fox nimmt dank der Unterbrüche laut konservativen Schätzungen 250 Millionen Dollar ein.
Und in der Schweiz? Weder die SRG noch das Unternehmen Admeira, das TV-Werbung für sie vermarktet, äussern sich zu Umsatzzahlen. Admeira gehört wie die Handelszeitung zu Ringier. Die Preise für die Spots sind öffentlich. So kosteten dreissig Sekunden Hydration-Break-Werbung auf SRF beim Match der Schweiz gegen Argentinien am vergangenen Sonntag 176’250 Franken in der ersten Halbzeit, 193’250 in der zweiten. Spots während Spielen ohne die Schweiz, die mitten in der Nacht stattfinden, sind aber weitaus billiger: dreissig Sekunden während des Achtelfinals USA – Belgien um zwei Uhr früh waren für 700 Franken zu haben.

Werbung