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Tierfutterindustrie

Fido für immer

Der Longevity-Trend erreicht die Haustiere. Warum das für Nestlé und Co. ein gefundenes Fressen ist.

Seraina Gross

Für viele Menschen sind Hunde und Katzen wichtige Begleiter.
Für viele Menschen sind Hunde und Katzen wichtige Begleiter.Getty Images/Westend61

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Der Texaner Jack Perry hatte ein Händchen für Methusalem-Katzen. Seine Samtpfote Creme Puff zählte biblische 38 Jahre und drei Monate, als sie 2005 in den Katzenhimmel abberufen wurde. Die Mieze zuvor hatte es immerhin auf 34 Jahre gebracht – doppelt so viel wie eine gewöhnliche Hauskatze. Perrys Geheimnis: eine tägliche Portion Rührei, Truthahnschinken und Broccoli, ja selbst Spargeln standen auf dem Speiseplan. Jedenfalls wenn man den Tierportalen glauben will, durch die seine Geschichte auch zwanzig Jahre später noch geistert. Dazu gabs Kaffee mit Rahm und jeden zweiten Tag ein paar Tropfen Rotwein, für die Arterien. Zudem konnte sich Creme Puff im katzenkonformen Heimkino in der Garage mit Vogelvideos vergnügen, wenn ihr nach Zerstreuung zumute war.
Für einen ausgemachten Karnivoren wie die Katze ist das ein etwas exzentrisches Programm, das sich im Alltag der meisten Tierhalter kaum umsetzen lässt. Doch dafür, dass ihm Fido, Fiffi und Fluffy möglichst lange erhalten bleiben, muss der Tierbesitzer von heute ohnehin nicht mehr selbst an den Herd; darum kümmert sich inzwischen die Industrie.

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