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Altlast aus den 90ern

Verstorbener Kuwaiter verhagelt EFG-Chef Pradelli die Zahlen

Eine Rückstellung für einen alten Geldwäsche-Fall hat die Zahlen der Bank EFG gedrückt. Dahinter steckt ein wirrer Justiz-Krimi.

Holger Alich

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Giorgio Pradelli, CEO der Bank EFG: Teure Altlast belastet seine guten Ergebnisse. paolo dutto photographer
Dank starkem Wachstum und ansprechenden Gewinnen hat sich CEO Giorgio Pradelli mit der von ihm geführten Bank EFG zu einer Art Posterboy des Swiss Bankings entwickelt. Mit den Besten ist man am strengsten: Deshalb reagierte die Börse ungnädig, als Pradelli bei der Vorstellung der Jahreszahlen eine Rückstellung von 72 Millionen Franken verkünden musste, weswegen der Gewinn der EFG die Analystenerwartungen enttäuschte.
Pradelli hat hier im wahrsten Sinne des Wortes eine Altlast an der Backe. Denn bei der Rückstellung geht es um einen Streit, dessen Ursprünge in die 90er-Jahre zurückreichen und deren Protagonist längst verstorben ist: der Kuwaiter Fahad Al Rajaan. Dieser war von 1984 bis 2014 Direktor des kuwaitischen Pensionsfonds Public Institution for Social Security Fund (PIFSS).
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