Da sassen sie alle einträchtig im Bundeshaus, die Protagonisten im epischen Streit um die Eigenkapitalregeln für die UBS: Bankchef Sergio Ermotti war persönlich angereist, unterstützt vom ehemaligen Vizepräsidenten des Verwaltungsrates, Lukas Gähwiler. Auch Nationalbank-Chef Martin Schlegel und Finma-Chef Stefan Walter waren zugegen, um die Fragen der Ständeräte in der Wirtschaftskommission zu beantworten. Und natürlich Finanzministerin Karin Keller-Sutter, KKS genannt.
Drei Stunden dauerte am Montag die Anhörung in der ständerätlichen Wirtschaftskommission; sie bildete den Auftakt der Parlamentsberatungen zum neuen Bankengesetz. Kernstück ist, dass die UBS künftig ihre Auslandstöchter zu 100 Prozent mit Eigenkapital unterlegen soll, was die Grossbank 20 Milliarden Dollar Zusatzkapital kosten würde.