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Einblicke in Le Rosey

So ist das Leben im teuersten Internat der Welt

Die teuerste Schule weltweit steht in der Schweiz. Viel ist über Le Rosey nicht bekannt. Jetzt gewährt eine Reportage einen seltenen Einblick.

Robin Wegmüller

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In Rolle VD befindet sich die teuerste Schule der Welt. Y-Kollektiv-Reportage – Screenshot

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Die sechs teuersten Schulen der Welt befinden sich allesamt in der Schweiz. Viel weiss man über sie nicht. Jetzt hat der deutsche Youtube-Kanal Y-Kollektiv – bekannt für Reportagen – einen äusserst seltenen Einblick erhalten. Die Reporter besuchten nämlich die teuerste Schule von allen – Le Rosey in Rolle VD. Nur etwa alle zehn Jahre lässt Le Rosey ein Kamerateam offiziell filmen. In der Dokumentation wird erstmals öffentlich ersichtlich, wie das Leben im Internat für rund 140'000 Franken pro Jahr aussieht. Innerhalb von drei Wochen wurde das Video bereits 3 Millionen Mal angeschaut.
Le Rosey ist eine sogenannte «Boarding School». Eine Privatschule, in denen die Schülerinnen und Schüler übernachten können und betreut werden. Ein Internat für die Reichsten der Reichen. Die Jugendlichen absolvieren die Schweizer Matura oder das international anerkannte Baccalaureate Diploma. 150 Lehrer betreuen die 460 Schülerinnen und Schüler. Pro Platz erhält die Schweizer Schule rund fünf Bewerbungen – trotz der hohen Studiengebühren.

Wintercampus in Gstaad

Die Schüler kommen denn auch aus der ganzen Welt. Brasilien, Japan, Mexiko – alles ist dabei. Es sind Kinder von Filmstars, Politikern, Unternehmern und Royals. Viele sind in Le Rosey so reich, dass ein solches Internat die einzige Möglichkeit ist, um ein «normales» Leben zu führen, wie es in der Reportage heisst. An normalen Schulen bräuchten sie Personenschützer, hier sind sie einfach jemand von vielen. Unterrichtet werden die kleinen Klassen grösstenteils auf Englisch. Immer wieder gibt es Workshops – beispielsweise von Tech-Millionären.

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In Rolle VD befindet sich die teuerste Schule der Welt. Y-Kollektiv-Reportage – Screenshot
Von Januar bis März befinden sich die Gymnasiasten des Elite-Internats im Wintercampus in Gstaad BE. Wer jetzt denkt, dass auf der Schule nur das Leben genossen wird, täuscht sich. Ein deutscher Schüler beschreibt gegenüber dem Y-Kollektiv seinen Alltag im Berner Oberland: 6.30 Uhr aufstehen, um 7.50 Uhr startet die Schule, um 12 Uhr ist Mittagspause. Am Nachmittag gehts mit dem Unterricht weiter. Viele Jugendliche erledigen am Abend bis 21.30 Uhr Hausaufgaben oder lernen. An drei Nachmittagen in der Woche gehen die Gymnasiasten Ski fahren – eine ganz angenehme Abwechslung.
Die Kinder der Superreichen wohnen derweil im Internat – auch wenn manche Eltern ebenfalls ein Chalet in Gstaad besitzen. Unter der Woche haben sie zweimal die Möglichkeit, mit Mama und Papa Znacht zu essen, ansonsten sind sie mehrheitlich von den Eltern getrennt. Am Abend müssen sie spätestens um 20 Uhr in der Unterkunft sein. Jeder Schüler teilt sich ein relativ einfach gehaltenes Doppelzimmer.

Hemd und Krawatte beim Abendessen

Den grössten Teil der Schulzeit befinden sich die Jugendlichen aber in Rolle auf dem Hauptcampus. 2014 baute Le Rosey eine neue Aula für 50 Millionen Franken. Aktuell wird das Areal erweitert. Es soll Platz für 100 weitere Rich Kids geben.

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Auch hier gewährt das Y-Kollektiv einen Blick hinter die Kulissen. Die unzähligen Sportplätze werden viel gebraucht – jeder und jede muss täglich Sport machen. Beim Abendessen werden Jungs und Mädchen getrennt, Hemd und Krawatte sind für Schüler Pflicht.
Allgemein hinterlässt die Dokumentation einen sehr seriösen Einblick. Von den Jugendlichen wird viel abverlangt – der Druck, den Erwartungen gerecht zu werden, ist bei einigen spürbar. Denn in Le Rosey wird alles bewertet, auch das Leben im Internat. Wer sein Zimmer nicht sauber aufräumt, dem werden Punkte abgezogen. Die Schülerinnen und Schüler scheinen aber auch gewillt zu sein, die hervorragenden Voraussetzung zu nützen.
Über die Autoren
Robin Wegmüller
Robin Wegmüller
Robin Wegmüller, Redaktor Wirtschafts-Desk RMS

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