Solo-Unicorn

Wenn der Chef der ­einzige Angestellte ist

Ein Solo-Unicorn ist eine Milliardenfirma mit nur einem Angestellten – dem CEO. Dank KI könnte ein solches Unternehmen bald entstehen.

Constantin Gillies

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Das Einhorn im Chefsessel: Schaffen es Gründerinnen und Gründer bald nur mit KI zur Milliardenbewertung? Julie Body/Dieses Visual wurde von einer Person gestaltet und mit Hilfe von KI umgesetzt.

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Ein Solo-Unicorn ist eine neue Art von Unternehmen: Es ist 1 Milliarde Dollar wert, hat aber nur einen einzigen Angestellten – den CEO. Mehr Personal braucht es nicht, denn künstliche Intelligenz (KI) erledigt alles andere, vom Vertrieb über das Marketing bis zur Buchhaltung. Was fantastisch klingt, ist für Engin Caglar ein realistisches Zukunftsmodell. «In vier bis neun Jahren werden wir solche Unternehmen sehen», sagt der Berater aus Zug. Zusammen mit seinem Kollegen Bernd Lapp hat er eine Studie mit dem Titel «One-Person, Billion-Dollar Company» vorgelegt, die fünfzig Ideen für Solo-Unicorns auflistet. Sie reichen von einem KI-Reisebüro für ältere Touristen, die mit Pflegepersonal unterwegs sind, bis hin zu einem vorausschauenden Wartungsservice für LKW-Reifen (siehe Kasten).
Dass KI alle Funktionen in einer Firma übernimmt, war bis vor kurzem noch undenkbar. Doch durch sogenannte Agenten ändert sich das Bild: Diese Programme arbeiten komplette Aufgaben selbstständig ab. Sie planen, entscheiden, steuern nach. KI-Agenten können im Internet Kunden und Kundinnen suchen und ein individuelles Verkaufsgespräch führen – bis hin zum Geschäftsabschluss. Sie gestalten und schalten komplette Werbekampagnen oder bearbeiten Kundenanfragen. Und da die digitalen Angestellten normale Textkommandos verstehen, kann sie im Prinzip jeder rekrutieren.

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