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Ebace: Das Who is Who der Business-Fliegerei

Die Geschäftsfliegerei steckt in schwierigen Zeiten. An der Genfer Flugzeugmesse Ebace ist von den Problemen der Branche dennoch wenig zu spüren. Einzig Pilatus geht es gut.

Gabriel Knupfer

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Vom 19. bis 21. Mai trifft sich zum 15. Mal die Branche der Business-Fliegerei an der Ebace in Genf. Spektakulär ist einmal mehr das sogenannte Static Display mit über 50 aktuellen Flugzeugen. RMS

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Die Geschäftsfliegerei steckt in schwierigen Zeiten. Erst letzte Woche teilte Bombardier mit, in der Flugzeugsparte weitere 1750 Stellen zu streichen. Dies nachdem der kanadische Industriekonzern schon Anfang Jahr 1000 Beschäftigte entlassen hatte. Damals stoppte Bombardier die Entwicklung des Learjet 85, nun soll die Produktion der Modelle Global 5000 und Global 6000 zurückgefahren werden.

Zu schaffen macht Bombardier die schwächelnde Nachfrage nach Firmenjets. Selbst in ehemaligen Topmärkten wie China und Russland wird gespart. Problematisch für die Hersteller ist auch der Trend vom firmeneigenen Jet zu billigeren Varianten wie Leasing und Mitgliedschaftsmodellen.

500 Aussteller auf 40'000 Quadratmetern

An der diesjährigen Ebace ist von den Problemen der Branche indes wenig zu spüren. Die grösste Messe für Business-Fliegerei in Europa wartet auch bei ihrer 15 Austragung mit einem riesigen Angebot auf. Rund 500 Aussteller präsentieren auf 40'000 Quadratmeter an der Palexpo in Genf alles was mit Business-Fliegerei zu tun hat. 13'000 Besucher erwarten die Veranstalter in den drei Tagen vom 19. bis 21. Mai.

Besonders spektakulär kommt auch 2015 das sogenannte Static Display auf dem Vorfeld des Genfer Flughafens daher. Mit mehr als 50 aktuellen Flugzeugen werben Hersteller und Business-Fluggesellschaften für ihre Produkte. Vom Boeing Business Jet in der Grösse eines Linienflugzeugs bis zum neuen 13-Meter-Zwerg von Honda gibt es alles zu sehen, was die Industrie zu bieten hat.

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Verkäufe nahezu halbiert

Doch der Konkurrenzkampf um die verbleibenden Kunden ist hart. Nach Angaben des Branchenverbandes General Aviation Manufacturers Association (Gama) lag die Zahl der verkauften Geschäfts- und Privatjets 2014 bei rund 700 Stück. Zum Vergleich: Im Spitzenjahr 2008 waren noch über 1200 dieser Flugzeuge verkauft worden.

Umso glücklicher kann sich vor diesem Hintergrund Pilatus schätzen. Im letzten Jahr konnte der Nidwalder Flugzeugbauer an der Ebace 84 Exemplare des neuen Businessjet PC-24 absetzen. Und dies noch bevor der erste Prototyp den Hangar verlassen hatte. Die gesamte Produktion des Flugzeugs bis 2019 ist damit bereits seit einem Jahr ausverkauft.

Ein Pilatus-Unikat von Hans Erni

An der Ebace 2015 nimmt Pilatus deshalb trotz erfolgreichem Erstflug keine Bestellungen für den PC-24 entgegen. Die Orderbücher für die Jahre ab 2020 will Pilatus erst im nächsten oder übernächsten Jahr wieder öffnen. Verkauft wird dafür weiterhin PC-12. Das taugt zwar auch als Geschäftsmaschine und ist daneben auch in verschiedensten Situationen einsetzbar, etwa als Fracht- oder Ambulanzflugzeug.

Passend zu dieser Rolle als Arbeitspferd wird an der Ebace eine vom kürzlich verstorbenen Künstler Hans Erni gestaltete Sonderlackierung gezeigt. Der Flieger zum 75-jährigen Jubiläum der Pilatus Werke zeigt Pferdemotive. Er soll ein Unikat bleiben.

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