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Duolingo

Die Eule ist abgestürzt

KI-Sorgen setzen der beliebten Sprachlern-App zu. Mitgründer Severin Hacker büsst eine Milliarde ein.

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Es gibt nichts zu lachen: Severin Hackers Duolingo kommt bei Investoren derzeit nicht gut an. Vera Hartmann für Bilanz

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Der gebürtige Zuger Severin Hacker ist einer der Gründer von Duolingo. Die verspielte Sprachlern-App machte den 41-Jährigen zu einem reichen Mann. Doch seit Monaten ist Duolingos Erfolgsstory an der Börse vorbei. War der Titel im Mai 2025 noch 540 Dollar wert, wechselte die Aktie zuletzt für 98 Dollar den Besitzer. Severin Hacker hält 2 867 511 B-Shares. Die sind mit 20-fachem Stimmrecht ausgestattet, können aber jederzeit eins zu eins in die frei handelbaren Class-A-Aktien umgewandelt werden. So umgerechnet, brach der Wert von Hackers Aktienpaket seit dem Höchst von 1,5 Milliarden auf 281 Millionen Dollar ein.
Für den Niedergang der Aktie gibt es verschiedene Gründe. Ein wesentlicher ist die Konkurrenz durch künstliche Intelligenz. In Zukunft werden wohl verstärkt KI-Assistenten für das Erlernen einer Sprache genutzt. Google Labs testet erfolgreich KI-gestützte Sprachtools. Interessanterweise ist Google-Mutter Alphabet bei Duolingo Grossaktionärin.
Auch ein Strategiewechsel kam an der Börse zuletzt schlecht an. Statt auf Umsätze und Gewinne fokussiert sich Duolingo auf Nutzerwachstum. Analysten senkten die Ratings, Hackers Buchverluste vergrösserten sich.

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