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Cybersecurity-Firma in der Offensive

Start-up von Ex-Bundeskanzler Sebastian Kurz kommt nach Zürich

Der ehemalige österreichische Bundeskanzler Sebastian Kurz expandiert mit seiner Cybersecurity-Firma. Ein neues Team wird in Zürich aufgebaut, der Markt gilt als strategisch wichtig.

Marc Kowalsky

Sebastian Kurz sucht nun auch in hiesigen Computersystemen nach Sicherheitslücken.
Sebastian Kurz sucht nun auch in hiesigen Computersystemen nach Sicherheitslücken. Keystone

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Er war der jüngste Regierungschef der Welt, als er im Dezember 2017 österreichischer Bundeskanzler wurde. Nach seinem Rücktritt knapp vier Jahre später ging Sebastian Kurz (39) unter die Start-up-Gründer: Zusammen mit den israelischen Unternehmern Shalev Hulio und Gil Dolev gründete er Dream Security. Die Firma entwickelt Software, um mithilfe von KI Sicherheitslücken in Computersystemen zu identifizieren und zu schliessen. «Wir machen ausschliesslich defensive Angebote», so Kurz. «Wir sorgen etwa dafür, dass die Wasserversorgung in der Schweiz nicht gehackt wird oder das Licht ausgeht.»
Hulio, der auch die umstrittene Spionagesoftware Pegasus entwickelt hat, amtet als CEO, Kurz als Präsident – und als Aussenminister: Dank seiner Verbindungen zu den Entscheidungsträgern der Politik hofft er auf Staatsaufträge. Auch hierzulande: «Ich bin ein grosser Schweiz-Fan. Daher ist es natürlich schön, auch in der Schweiz tätig zu sein», sagt er und bezeichnet das Land als «wichtigen Markt». Die logische Folge: «Wir haben begonnen, dort ein Team aufzubauen.» Dem Vernehmen nach ist dieses in Zürich und noch sehr klein. Wie gross es schlussendlich werden soll, steht noch nicht fest.
Dream Security wächst rasant und wird dieses Jahr mit 450 Mitarbeitern über 100 Millionen Dollar Umsatz erzielen. Sie ist profitabel, «ein Börsengang ist absolut ein Thema», so Kurz. Derzeit liege der Hauptfokus aber auf weiterem Wachstum. Die Firma wurde zuletzt mit drei Milliarden Dollar bewertet, Kurz hält knapp 15 Prozent der Anteile, es soll auch Schweizer Investoren geben.

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