Trump & Larry
Pikant aus Schweizer Sicht: In zehn Tagen soll der Disruptor-in-Chief in Davos einfliegen, inklusive Familienanhang und Top-Leutnants von Bessent bis Rubio. Sein Auftritt ist für den 21. Januar geplant, abends buhlen die CEO wieder um einen Platz am Dinner-Tisch. Erstmals hat die US-Business-Delegation, angeführt von Blackrock-Grande Larry Fink, als interimistischer WEF-Co-Chairman deutlich mächtiger als Roche-Vize André Hoffmann, ein eigenes US-House gemietet,
und das ist sogar eine Kirche. Es wird dann der neue Bundespräsident Parmelin sein, der den Welt-Dominator hofiert. Das verspricht zumindest ein geruhsames Auskommen. Aber es bleibt dabei: Nie stand ein WEF so im Bann eines Mannes – und das ist gefährlich: Neutralität und Offenheit waren immer oberstes Mantra und gleichzeitig Garant für die globale Teilnehmerschaft. Schon jetzt verweigern sich Indien und China den Trump-Festspielen und senden nur kleine Delegationen. Und was ist, wenn Trump seinem Larry die Order erteilt, das WEF nächstes Jahr in Florida zu veranstalten? Da wäre Rückgrat der anderen Stiftungsräte gefragt. Doch diese Körperpartie haben sie im letzten Jahr wenig beansprucht.