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Uhrenhersteller unter Druck

Deshalb fallen die Swatch-Aktien nach den Halbjahreszahlen

Die Swatch-Titel entfernen sich immer mehr weg vom Jahreshoch. So beurteilen Analysten die Halbjahreszahlen.

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Die Uhr von Audemars Piguet und Swatch. IMAGO/Nexpher Images

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Die Inhaberaktien von Swatch Group verlieren am Dienstag 3,2 Prozent auf 196,50 Franken, wรคhrend der Gesamtmarkt gemessen am Swiss Performance Index (SPI) nahezu unverรคndert notiert. Seit Anfang Jahr haben die Valoren 20 Prozent hinzugewonnen, notieren aber 10 Prozent unter dem vor sechs Wochen erreichten Jahreshoch von 220 Franken. Die Titel des erfolgreichen Branchennachbars Richemont geben derzeit um 0,2 Prozent nach.
Das angekรผndigte positive Momentum aus dem zweiten Halbjahr beziehungsweise dem vierten Quartal konnte im ersten Halbjahr 2026 fortgefรผhrt respektive gesteigert werden, schreibt Gian Marco Werro, Analyst bei der Zรผrcher Kantonalbank (ZKB), in einer ersten Einschรคtzung.
Eine gute Umsatzwachstumsdynamik sei essenziell, um die Kapazitรคtsauslastung der eigenen Produktionsstรคtten zu erhรถhen und um einen spรผrbaren operativen Hebel fรผr eine bessere Profitabilitรคt freisetzen zu kรถnnen. Zusรคtzlichen Auftrieb fรผr die Aktie kรถnnte eine offenere und proaktivere Kommunikation mit dem Kapitalmarkt geben. ยซIn diesem Zusammenhang sehen wir positive Signale wie Interviews und Transkripte auf der Unternehmenswebseiteยป, so Werro.
Der ZKB-Experte, der den Titel mit ยซMarktgewichtenยป einstuft, weist aber auch darauf hin, dass der hohe, beibehaltene operative Kostenblock eine grosse Hรผrde fรผr die kurzfristige Profitabilitรคt sei.

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Abwรคrtsrisiken fรผr die Marktschรคtzungen

Und auch der Vontobel-Analyst Jean-Philippe Bertschy wรคhlt mahnende Worte. ยซStarkes Wachstum, schwache Margenยป, fasst er den Zahlenausweis zusammen. Es sei zwar positiv zu sehen, dass sich die Swatch Group auf einer starken Wachstumswelle befinde. Allerdings habe sich dies nicht in der Profitabilitรคt niedergeschlagen, weil das Ergebnis durch negative Wรคhrungseffekte und die hohe Belastung durch die Produktionssparte beeintrรคchtigt wurde. Zudem weise Electronic Systems fรผr das erste Halbjahr einen operativen Verlust aus.
Die bestรคtigte Beschleunigung im zweiten Halbjahr 2026 sei dringend notwendig, um die Profitabilitรคt wiederherzustellen und den operativen Hebel wieder aufzubauen, ergรคnzt Bertschy. Gegenรผber Richemont verliere Swatch weiterhin Marktanteile. ยซWir sehen Abwรคrtsrisiken fรผr die Marktschรคtzungenยป, so die Konklusion des Experten beim Zรผrcher Vermรถgensverwalter.
Das starke Topline-Wachstum bei Swatch werde von der schwachen Margenentwicklung ausgebremst, heisst es auch im Kommentar der Royal Bank of Canada (RBC). Und ยซSales beat, EBIT missยป, lautet die รœberschrift bei Barclays. Immerhin wรผrden beim Ausblick zur zweiten Jahreshรคlfte positive Tรถne angeschlagen, so der Barclays-Analyst weiter. Die Frankenschwรคche bleibe aber ein grosses Problem.

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Die Analystengemeinde bleibt wie รผber die letzten Jahre weiter negativ eingestellt fรผr die Aktie. Einer Empfehlung ยซKaufenยป stehen neun ยซHaltenยป und sieben ยซVerkaufenยป gegenรผber. Das durchschnittliche Kursziel liegt gemรคss AWP-Analyser bei 170 Franken. Das entspricht einem Abwรคrtspotenzial von rund 10 Prozent.
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