Diese Geschichte
spielt im Schnee und beginnt im Grünen. In Gockhausen bei Dübendorf sitzt Michelle Gisin, weisses Shirt, blaue Jeans, schwarze Sneakers, tief im türkisfarbenen Sofa. Es ist Anfang Oktober. Gisin holt sich ein Birchermüesli. Am 25. Oktober startete der Skitross in Sölden (A) in die neue Saison. Anfang Dezember greift auch Gisin ein bei der ersten Abfahrt. Die bald 32-jährige Engelbergerin gehört zur alpinen Weltspitze, ist zweifache Olympiasiegerin, WM-Zweite und -Dritte. Michelle Gisin, das ist ein Brand, um den sich Kopfsponsoren, die Athletinnen und Athleten selbst wählen dürfen, streiten müssten – eigentlich. «‹Wählen› ist gut», lacht Gisin an diesem Medienanlass. «Wenn du nicht ganz oben stehst, musst du als Athletin bei potenziellen Sponsoren selber anklopfen. In meinem Fall mache ich das alles selbst. Ich habe kein Management; ich bin mein Management.»