Seit dem 1996 eingeführten Krankenversicherungsgesetz (KVG) muss jede in der Schweiz wohnhafte Person grundversichert sein. Die Leistungen sind die gleichen, abgelehnt werden darf niemand und es gilt das Solidaritätsprinzip. Eine staatliche Krankenkasse gibt es jedoch nicht. Stattdessen buhlen rund vierzig Anbieter um Kundinnen und Kunden – obwohl sie in der Grundversicherung alle dieselben Leistungen anbieten müssen. Wie konnte ein Markt entstehen, in dem alle das Gleiche verkaufen, aber unterschiedliche Preise verlangen?