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Who is Huawei?

Viele kennen Huawei – als Smartphone-Marke. Doch hinter dem Telekom-Riesen steckt eine Art digitales Nervensystem der modernen Welt. Ein Firmenporträt.

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Der Huawei-Hauptsitz in Shenzhen (China). Huawei
Als Ren Zhengfei Ende der Achtzigerjahre Huawei gründete, begann der studierte Bauingenieur klein: Mit einem Startkapital von umgerechnet gut 5000 Franken konzentrierte er sich zunächst auf den Wiederverkauf von Telefonanlagen aus Hongkong. Doch die Ziele des damals 43-Jährigen waren schon beim Start gross: Er strebte ein chinesisches Unternehmen an, das auf Augenhöhe mit ausländischen Wettbewerbern agiert.
Der gewählte Firmenname war und ist deshalb Programm: Huawei als Kurzform von «Zhõnghuá yôuwéi» bedeutet übersetzt so viel wie «vielversprechendes China». Zhengfei erkannte schnell, dass er seine ehrgeizigen Ziele als reiner Händler nicht würde erreichen können, und investierte die ersten Gewinne deshalb kon­sequent in Forschung und Entwicklung eigener Technologien.
Billionaire Huawei Founder Ren Zhenfei Defiant in Face of Existential Threat
Ren Zhengfei: 1987 gründete der studierte Bauingenieur Huawei.Bloomberg via Getty Images
Billionaire Huawei Founder Ren Zhenfei Defiant in Face of Existential Threat
Ren Zhengfei: 1987 gründete der studierte Bauingenieur Huawei.Bloomberg via Getty Images

Firmen-Steckbrief

  • Firmensitz: Shenzhen (China)
  • Gründungsjahr: 1987
  • Umsatz (2024): ca. 118 Mrd. Dollar
  • Mitarbeitende: 208 000 (davon 113 000 in Forschung & Entwicklung)
  • Länder: 170
Mit Erfolg: Bereits in den Neunzigerjahren gelang mit leistungsfähiger Telekommunikationstechnik der Durchbruch. Erst national, dann international. Im Laufe der Jahre wurde aus Huawei dann der Telekom-Gigant, der die Firma bis heute geblieben ist. Die Geschäftstätigkeiten erstrecken sich auf zahlreiche Felder, wobei Forschung und Entwicklung nach wie vor einen hohen Stellenwert einnehmen.
Wofür Huawei steht und welch wichtige Rolle die Schweiz im internationalen Konzern spielt, zeigen wir nachfolgend.
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Eine technologische Sensation ist das Mate XT, das erste kommerziell erhältliche Smartphone, das sich gleich zweimal falten lässt (Tri-Fold).Huawei
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Eine technologische Sensation ist das Mate XT, das erste kommerziell erhältliche Smartphone, das sich gleich zweimal falten lässt (Tri-Fold).Huawei

Was macht Huawei?

Die Geschäftstätigkeit von Huawei unterteilt sich in fünf Hauptbereiche.

  1. Der Bereich ICT-Infrastruktur für Telekom-Anbieter und Unternehmen auf der ganzen Welt reicht von hoch entwickelten 5G-Mobilfunkstationen über Router bis hin zu Glasfasernetzen und Storage – zusammen ergibt das quasi das physische Rückgrat der digitalen Kommunikation. Hierzulande greifen alle Telekom-An­bieter sowie Firmen aus sämtlichen Sektoren, die Industrie, Retail, Universitäten, Bund und Kantone auf die Technologie von Huawei zurück.
  2. Der Bereich Consumer Business umfasst die Produkte für den Privatkunden, also Smartphones, Tablets, Wearables und PCs. Es ist der vermutlich bekannteste Geschäftsbereich. Vernetzt sind diese Produkte über das eigene Betriebssystem mit dem Namen «HarmonyOS».
  3. Ein weiteres wichtiges Geschäftsfeld ist das Cloud-Business, das den Fokus auf die digitale Transformation von Unternehmen und Regierungen legt. Huawei hat hierfür Lösungen für Cloud Computing, aber auch Rechenzentren und KI-Anwendungen für weltweit 700 Smart Cities sowie Branchen wie Industrie, Finanz-, Gesundheits- und Bildungswesen entwickelt. Abnehmer sind unter anderem über 5600 Banken.
  4. Geschäftsbereich Nummer vier ist ­Digital Power. Strategisches Ziel ist eine Art «Betriebssystem für die Energiewende». Strom soll so effizient wie möglich erzeugt, gespeichert und verbraucht werden. Huawei liefert hierzu smarte ­PV-Lösungen, Grossbatterien, Kühlsysteme für Datencenter oder Ladeinfrastruktur für Elektroautos.
  5. Apropos: Mit dem neueren Geschäftsfeld Automotive Solutions stösst Huawei zunehmend in die Automobilbranche vor – mit intelligenten Komponenten wie elektrischen Antriebssystemen, Sensoren und Software, unter anderem hinsichtlich des autonomen Fahrens.
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Ein neueres Geschäftsfeld des Unternehmens ist «Automotive»: Huawei liefert unter anderem Software für autonomes Fahren.Huawei
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Ein neueres Geschäftsfeld des Unternehmens ist «Automotive»: Huawei liefert unter anderem Software für autonomes Fahren.Huawei

Wem gehört Huawei?

Huawei gilt als eines der weltweit grössten Mitarbeiterunternehmen der Welt. Das heisst, dass sich der allergrösste Teil der Unternehmensanteile im Besitz der Angestellten befindet. Konkret handelt es sich dabei um Beteiligungsrechte im Rahmen eines Employee Stock Ownership Program (ESOP) und nicht um Aktien im eigentlichen Sinn. Bei Huawei besitzen die Mitarbeitenden 99,35 Prozent, beteiligt waren per Ende 2024 exakt 161 749 aktive und pensionierte Angestellte.
Aus diesem Grund ist Huawei auch nicht an der Börse kotiert, was eine langfristige strategische Ausrichtung unabhängig von kurzfristigen Börseninteressen ermöglicht. Die operative Leitung des Konzerns teilt sich ein 17-köpfiges Board of Directors. Die Besonderheit: Der Vorsitz des Präsidenten dieses Gremiums wechselt im Halbjahrestakt unter drei Stellvertretern. Schlüsselpositionen im Board besetzen nebst Chairman Liang Hua auch Gründer Ren Zhengfei und dessen Tochter Meng Wanzhou. Ren Zhengfei besitzt rund 0,65 Prozent der Anteile.
Inside Huawei Technology's New Campus
Die Produktion der Firma ist vielfältig: von Hardware über Cloud-Intelligenzbis hin zu grüner Energietechnik.Bloomberg via Getty Images
Inside Huawei Technology's New Campus
Die Produktion der Firma ist vielfältig: von Hardware über Cloud-Intelligenzbis hin zu grüner Energietechnik.Bloomberg via Getty Images

Datensicherheit im Fokus

Das Thema Cybersecurity steht bei Huawei ganz oben auf der Agenda. Das Credo «Security or nothing» wird deshalb in vielerlei Hinsicht gelebt, so etwa mit den sogenannten Security Transparency Centers, in denen Quellcodes von Behörden geprüft werden können. Ein solches Zentrum befindet sich unter anderem am EU-Hauptsitz in Brüssel und steht auch Schweizer Kundinnen und Kunden, Behörden oder anderen Stakeholdern zur Verfügung. Für Transparenz sorgt die Firma zudem im Rahmen des «Trust Center», das Einblicke in die Sicherheitsprozesse gewährt.
Auf die Fahne geschrieben hat sich Huawei zudem wichtige ISO-Standards, die mit entsprechenden Zertifikaten belegt sind, darunter etwa ISO 27001 für Informationssicherheit und ISO 22301 für Business Continuity Management. Firmengründer Zhengfei betont: «Huawei garantiert, dass kommerzielle Interessen niemals über die Cybersicherheit gestellt werden.» Das gilt auch für das 5G-Netz. Hier wendet Huawei akzeptierte Sicherheitsstandards wie NESAS an und trägt unter anderem mit der GSMA Knowledge Base (eine Art kollektives Gedächtnis der Mobilfunkbranche) zur Verbesserung der 5G-Sicherheit bei.
In der Schweiz pflegt Huawei beim Thema Datensicherheit ein starkes Netzwerk und einen intensiven Austausch mit der Industrie, mit Behörden, mit der ­Wissenschaft sowie mit Verbänden und weiteren Akteuren – und arbeitet eng mit Cyber-Kommissionen in der Schweiz, ­Institutionen, Plattformen und Initiativen zusammen.
Inside Huawei's Dongguan Campus As Company Seeks $1 Billion Funding
Forschung spielt in der Firmenstrategie eine zentrale Rolle. Eines von zahlreichen Zentren ist der Ox Horn Campus im chinesischen Dongguan.Bloomberg via Getty Images
Inside Huawei's Dongguan Campus As Company Seeks $1 Billion Funding
Forschung spielt in der Firmenstrategie eine zentrale Rolle. Eines von zahlreichen Zentren ist der Ox Horn Campus im chinesischen Dongguan.Bloomberg via Getty Images

Forschung ist die halbe Miete

Firmengründer Zhengfei erkannte früh, dass die Forschung den wichtigsten Pfeiler seines Unternehmens bildet – und verfolgte diese Strategie konsequent ­weiter. Heute belegt Huawei unter den investitionsstärksten Unternehmen der Welt stets Spitzenplätze: Im Jahr 2024 etwa floss mit rund 25 Milliarden Dollar nahezu ein Viertel des Gesamtumsatzes in Forschung und Entwicklung. Dass dieser Bereich das Herzstück der Firma ist, lässt sich auch an der Mitarbeiterzahl ablesen: 113 000 Mitarbeitende entsprechen nicht weniger als 54 Prozent der weltweiten Belegschaft. Geforscht wird unter anderem an Technologiedurchbrüchen (6G, Quanten-Computing und KI-Chips) und in der Produktentwicklung.
Visionär sind besonders die «2012 Laboratories». Hier wird an Themen gearbeitet, die weit über den aktuellen Stand der Technik hinausgehen. Leitsatz der gesamten Innovations- und Entwicklungsbestrebungen: «Wir forschen dort, wo die Talente sind.» So arbeiten in Frankreich die Mathematiker, die Mikrowellen-Spezialisten in Italien, in Japan ist die Präzisionsfertigung angesiedelt. Nicht wegzudenken aus diesem Bereich ist auch die Schweiz (siehe nächster Punkt).
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Huawei in der Schweiz: der Hauptsitz in Liebefeld BE.Huawei
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Huawei in der Schweiz: der Hauptsitz in Liebefeld BE.Huawei

Huawei in der Schweiz

  • Seit: 2008
  • Firmenhauptsitz: Liebefeld BE
  • Weitere Standorte: Dübendorf ZH, St-Sulpice VD
  • Geschäftsführung: Michael Yang, CEO Huawei Technologies Switzerland
  • Mitarbeitende inklusive Forschungszentrum: über 450 (80% lokale)

Zürich als Innovationshub

Einen zentralen Standort in Sachen Forschung nimmt die Schweiz ein. Die Huawei-Forschungsabteilung ist am Standort Schweiz seit 2018 in Zürich Oerlikon tätig, mit Fokus auf explorative Forschung im Bereich innovativer Technologien und ­bezüglich Validierung von Proof-of-Concepts. Im Research Center werden laufend neue hoch qualifizierte Fachleute gesucht (Jobs hier).
Darüber hinaus betreibt Huawei zusammen mit Sunrise den 5G Joint Innovation Hub in Opfikon ZH. Hier arbeiten die beiden Unternehmen an der digitalen Zukunft der Schweiz, indem 5G-Anwendungen aus Bereichen wie E-Health, Smart Building oder Produktion gefördert werden. Der Hub ist als Schnittstelle zwischen Vision und Kommerzialisierung gedacht und begleitet Unternehmen bei jedem Schritt hin zur digitalen Transformation.

Talentförderung ist Trumpf

Um den riesigen Bedarf an Forschenden zu gewährleisten, investiert das Unternehmen einiges in Bildung und Talentförderung. Die Next Generation derInformations- und Kommunikationstechnik-Experten wird unter anderem in Studenten-Förderungsprogrammen wie «Seeds for the Future» rekrutiert oder über Partnerschaften mit Universitäten im Rahmen der ICT Academy & Competition. In der Schweiz unterstützt Huawei mit MINT Mobil eine Initiative zur Förderung der sogenannten MINT-Fächer an den Schulen.
Alle diese Massnahmen zur Talentförderung haben höchst nachhaltigen Charakter: Die Struktur als Mitarbeitenden­unternehmen ermöglicht es Huawei, für Fachkräfte stets attraktiv zu bleiben. Die Bindung geschieht aber auch über eine aussergewöhnliche Personalpolitik, die den Menschen in den Mittelpunkt stellt, wie unter anderem das europäische «Top Employers Institute» festhält. Huawei ­erhielt die entsprechende Zertifizierung «Top Employer» bereits zahlreiche Male.

Wie geht grüne Digitalisierung?

Huawei hat sich nichts Geringeres vorgenommen, als einen massgeblichen Teil zur Energiewende beizutragen. Dies, indem der CO2-Fussabdruck der gesamten eigenen Branche gesenkt und mit Green ICT auch anderen Industrien ermöglicht wird, Energie zu sparen und nachhaltiger zu agieren. Die Platinauszeichnung durch «Ecovadis» zeugt davon.
Bestrebungen in diese Richtung hat Huawei auch in der Schweiz angestossen: Die TECH4All-Initiative will zeigen, wie Wissen, Technologie und Ressourcen weltweit für Schutzgebiete kombiniert werden können. Huawei kooperierte etwa mit der Weltnaturschutzorganisation IUCN für ein Pilotprojekt im Appenzellerland, um die Biodiversität im Hochmoorgebiet der Schwägalp zu fördern.
Beteiligt ist Huawei auch am Projekt Snowstainability von Swiss-Ski, das den Wintersport nachhaltiger machen will. Hier wird soeben ein Projekt mit dem WSL Institut für Schnee- und Lawinenforschung SLF gestartet, bei dem es um die Schneesicherheit in Langlaufgebieten geht.
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Schaufenster für Innovationen: Huawei hatte am Mobile World Congress in Barcelona 2026 eine grosse Präsenz.Meitu
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Schaufenster für Innovationen: Huawei hatte am Mobile World Congress in Barcelona 2026 eine grosse Präsenz.Meitu

Zukunftsvision «Intelligent World 2035»

Die Ära klassischer Computer, wie wir sie kennen, neigt sich ihrem Ende zu. Die rasant wachsende Datenflut – getrieben durch KI, High-Performance Computing und Big Data – kann nur mit einer technologischen Revolution bewältigt werden. Gefragt sind bahnbrechenden Systemarchitekturen, an denen Huawei im Rahmen seiner Zukunftsvision «Intelligent World 2035» mit Hochdruck arbeitet. «Der Drang zu forschen […] spornt uns an, die Grenzen des Wissens und der Technik zu verschieben, und führt uns in eine intelligentere Welt», sagt David Wang, Executive Director of the Board.
Gerade generative KI eröffne heute Möglichkeiten, die früher nicht vorstellbar gewesen seien. «Deshalb müssen wir weiterhin den Blick nach vorne richten und neue wissenschaftliche Visionen und Annahmen entwickeln.» Huawei strebt eine Welt an, in der KI, 5G bzw. 6G und IoT, also das «Internet der Dinge», nahtlos ineinander verschmelzen. Und: Alle Menschen sollen Zugang zu intelligenter grüner Energie haben.

Wo steht die digitale Schweiz?

Um den Digitalisierungsfortschritt in der Wirtschaft messen zu können, hat Huawei den Global Digitalization & Intelligence Index (GDII) mitentwickelt – eine Art Barometer der digitalen Transformation, anwendbar auf Industrien und Länder. Der Index definiert die «digitale Reife», indem nicht nur die technische Infrastruktur, sondern der tatsächliche Wert der digitalen Anwendung erfasst wird.
Die gute Nachricht für die Schweiz: Wir liegen in diesem Ranking bei den «High-Income Economies» auf dem sehr guten sechsten Rang hinter Singapur, den USA, Finnland, Schweden und den Niederlanden. Die Stärken unseres Landes liegen demnach besonders in den Bereichen Infrastruktur und Forschung, Potenzial besteht noch in der Beschleunigung der Cloud-Adoption.

Präsentiert von einem Partner

Dieser Beitrag wurde vom Ringier Brand Studio im Auftrag eines Kunden erstellt. Die Inhalte sind redaktionell aufbereitet und entsprechen den Qualitätsanforderungen von Ringier.