Jetzt ist klar, wer alles Guy Parmelin im Bundesrat beerben will. Acht Kandidierende haben sich bei der Findungskommission der SVP gemeldet. Nun müssen sie bei der Kommission antraben.
Janic Urech
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Diese drei kandidieren: Die SVP-Nationalräte Thomas Aeschi, Céline Amaudruz und Michael Graber (v. l.) wollen in den Bundesrat. keystone-sda.chDie Genfer Nationalrätin Céline Amaudruz (47) gab ihre Kandidatur als Erste bekannt. Sie ist die einzige Frau, die für die Wahl zum neuen Bundesrat antritt.keystone-sda.chDie Kandidatur des Solothurners Rémy Wyssmann (59) dürfte viele überrascht haben. Er ist erst seit 2023 im Nationalrat.keystone-sda.chPierre Alain Schnegg ist langjähriger Regierungsrat und kommt aus dem Berner Jura. Der 63-jährige Romand war noch nie im Bundesparlament.KeystoneDer ehemalige SVP-Präsident Marco Chiesa (52) möchte ebenfalls in den Bundesrat. Er wäre neben Ignazio Cassis der zweite Tessiner. keystone-sda.chDie SVP Oberwallis schickt mit Staatsrat Franz Ruppen (links) und Nationalrat Michael Graber (rechts) gleich zwei Kandidaten ins Rennen. keystone-sda.chDer Aargauer Regierungsrat Jean-Pierre Gallati (60) hat kaum Erfahrung auf dem nationalen Parkett. Er will mit seiner Exekutiverfahrung punkten. RMSUm SVP-Fraktionschef Thomas Aeschi (47) besteht noch etwas Verwirrung: Seine Kantonalpartei hat ihn nominiert, er selber hat sich noch nicht geäussert. Philippe RossierGesucht wird eine Nachfolge für ihn: Nach 16 Jahren in der Landesregierung gab Guy Parmelin (66) Anfang Oktober seinen Rücktritt bekannt. keystone-sda.ch
Das sind sie: die Bundesratskandidaten und -kandidatinnen der SVP. Nach drei Wochen Spekulation wissen wir, wer sich als Nachfolger von Guy Parmelin (66) zur Verfügung stellen würde. Von den anfänglichen Kronfavoriten wie Esther Friedli (49), Natalie Rickli (49), Céline Amaudruz (47) oder Pascal Schmid (50) sind nicht mehr viele übrig. Dafür wagen sich ein paar unerwartete SVP-Persönlichkeiten ins Rennen. Zur Wahl stellen sich:
Die Findungskommission unter der Leitung von alt Fraktionspräsident Caspar Baader (73) wird nun mit allen Kandidierenden Hearings durchführen und diese auf Herz und Nieren prüfen. Theoretisch könnte die Kommission auch noch auf weitere Personen zugehen. Bei ihren Prüfungen wird es aber auch um die Haltung zu SVP-Kernthemen wie Neutralität, EU-Verträgen und Migration gehen. Ebenfalls wird die Findungskommission die Führungskompetenzen der Kandidierenden untersuchen. Wie schon angekündigt, wird sich die SVP hier auf das Justiz- und das Verteidigungsdepartement fokussieren.
Ticket wird im November bestimmt
Darüber entscheiden, welche zwei oder drei Personen auf das Ticket kommen, wird die SVP-Fraktion am 20. November. Danach werden die Kandidaten, die auf dem Ticket stehen, bei allen anderen Bundesratsparteien in sogenannte Hearings gehen und sich den Fragen ihrer Ratskollegen stellen. Gewählt wird die neue Bundesrätin oder der neue Bundesrat am 9. Dezember 2026, dem zweiten Mittwoch der Wintersession.
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