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Moneymaker

Er bringt Farbe in die Finanzwelt

Mit schrillen Outfits und spektakulären Prognosen macht Paradiesvogel Dan Ives von sich reden.

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Illustration Dan Ives
Illustration Dan Ives Mario Wagner / 2Agenten für BILANZ
Dan Ives gehört zu den wenigen bunten Gestalten in der typischerweise etwas grauen Finanzindustrie. In einem Umfeld, in dem schon eine getupfte Krawatte für Aufsehen sorgt, ist er mit pinkem Hoodie, rosaroten Sakkos und knalligen Sneakers unterwegs. Die «New York Post» hat ihn 2024 zum bestangezogenen Mann an der Wall Street gekürt. Wer seinen eigenwilligen Geschmack teilt, kann sich in seinem Onlineshop eindecken.
Ives sorgt aber nicht nur mit seinen schrillen Outfits für Aufsehen. Seit 2018 ist er bei der wenig bekannten Firma Wedbush Research tätig – zuletzt als Global Head of Technology Research. Seine Prognosen sind häufig so spektakulär, dass sie weit über die Wall Street hinaus gehört werden. Halten viele Experten Tesla für heillos überbewertet, ist der Konzern laut dem Daueroptimisten noch lange nicht am Ziel. Für ihn ist der Autobauer der am meisten unterschätzte wahre KI-Player am Markt. Das Kursziel hob er kurzerhand auf 600 Dollar. Die KI sieht er als die vierte industrielle Revolution und als historische Investmentchance. Die Entwicklung stehe erst am Anfang. Einbrüche an der Börse sieht er als Kaufgelegenheit. Ives hat früh erkannt: Das KI-Rennen startet mit Chips. Die Popularität von Ives hat sein Arbeitgeber genutzt und im vergangenen Juni einen nach ihm benannten ETF auf den Markt gebracht. Inzwischen sind mehr als eine Milliarde Dollar in den «Dan Ives Wedbush AI Revolution ETF» investiert. Zu den grössten Investments zählen Alphabet, Tesla und Micron Technology. Bisher ist es dank KI-Boom gut gelaufen: Der ETF hat sich seit der Lancierung besser entwickelt als die Nasdaq.
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